Exergie
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| Der Artikel Exergie basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Franz- Josef Schmitt des 3.Kapitels (Abschnitt 4) der Thermodynamikvorlesung von Prof. Dr. E. Schöll, PhD. |
| Exergie | Phänomenologische Thermodynamik | Thermodynamik und Statistik | |
|---|---|---|---|
|
Ziel ist die Einführung einer thermodynamischen Größe für die maximal verfügbare Arbeit ("availability" der Energie = Exergie).
Diese Größe soll dann mit dem statistischen Konzept verknüpft werden!
Betrachten wir dazu ein System Σ, welches sich nicht im Gleichgewicht mit der Umgebung Σ * befindet.
Wesentlich: Zustandsänderung von Σ:
Endzustand- Anfangszustand:
- ΔU,ΔV
Dabei sind Irreversibilitäten zugelassen. Zustandsänderungen von Σ *
- (quasistatisch und damit reversibel):
- ΔU * ,ΔV *
Als Bilanz folgt:
Die von Σ *
an Σ
abgegebene Arbeit:
- W = p0ΔV * = − p0ΔV
Die von Σ * an Σ
abgegebene Wärme:
Nun sind Σ und Σ * adiabatisch abgeschlossen:
Also folgt mit dem zweiten Hauptsatz:
Also:
wobei − ΔΛ die maximal abgegebene Arbeit charakterisiert!
(maximal ebgegebene Arbeit
)
Die maximal verfügbare Arbeit ist gleich der Abnahme der Exergie (availability):
Dabei ist
der Gleichgewichtszustand von Σ im Gleichgewicht mit
Definition ist so gewählt, dass Λ = 0 im Gleichgewicht!
Mit dem zweiten Hauptsatz folgt dann:
Falls im Gleichgewicht von Σ im Gleichgewicht mit Σ *
Arbeit
geleistet werden könnte wäre dies ein Perpetuum Mobile 2. Art!
Erweiterung auf Teilchenaustausch liefert:
Zusammenhang mit der Entropieproduktion
Sei
(kein Arbeitskontakt mit ΣA):
Das heißt: Exergie nimmt spontan NIE zu!
läßt sich schreiben als
Dabei bezeichnet ΔSex. den Entropieaustausch mit Σ * (sogenannter Entropiefluss) und
die produzierte Entropie im Inneren von Σ, ist damit also ein Maß für die Irreversibilität des Prozesses.
Insgesamt:
ist die zeitliche Entropieproduktion!
Statistische Interpretation
Informationsgewinn
Sei (Gleichgewichtsverteilung von Σ (Druckensemble) und ρ der Nichtgleichgewichtszustand von
:
Mit
mit diesen Relationen folgt:
folgt aus der Statistik (S. 18)
(spontan)
Also: Der Informationsgewinn kann nach der letzten Messung nicht zunehmen!)
Entropieproduktion ist stets
!
| Beispiel:
chemische Reaktion in abgeschlossenem Gefäß (kein Teilchenaustausch von Σ mit Σ * ): Zustand NACH Reaktion - Zustand VOR Reaktion |
isotherme, isochore Reaktion
Isotherme, isochore'![]()
Reaktion (Berthelot- Bombe)
Das heißt: Die Abnahme der freien Energie ist die maximal verfügbare Arbeit !
normalerweise wir keine Arbeitsleitung, sondern nur Wärme abgegeben:
REAKTIONSWÄRME:
Im Prinzip kann aber der Anteil ΔFvonΔU als Arbeit verfügbar gemacht werden, beispielsweise, falls die Reaktion in einem galvanischen Element abläuft!
elektrische Arbeit φΔq
Isotherme, isobare Reaktion
(beweglicher Kolben)
Maximal verfügbare Arbeit = Abnahme der Gibb´schen freien Energie
Reaktionswärme:
(Abnahme der Enthalpie)
geleistete Arbeit gegen den Umgebungsdruck
(durch Kolbenverschiebung)
Allgemein:
reaktionsaktivität (Affinität)
mit Av = − ΔF(isochor)
- Ap = − ΔG (isobar)
= Maß für die Tendenz der spontanen Reaktion !
| Abschnitt | 4 + |
| Fachbegriff | Exergie + und Entropieproduktion + |
| Index | Exergie + und Entropieproduktion + |
| Inhaltstyp | Script + |
| Kapitel | 3 + |
| Urheber | Prof. Dr. E. Schöll, PhD + |
