Formalisierung der Quantenmechanik
Aus PhysikWiki
| Der Artikel Formalisierung der Quantenmechanik basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Franz- Josef Schmitt des 2.Kapitels (Abschnitt 0) der Quantenmechanikvorlesung von Prof. Dr. E. Schöll, PhD. |
| Formalisierung der Quantenmechanik | Formalisierung der Quantenmechanik | ||
|---|---|---|---|
|
|
Zustandsvektoren im Hilbertraum
sei ein Vektor im Hilbertraum als Wellenfunktion.
Dabei wird zunächst noch keine Aussage über stationäre oder zeitabhängige Vektoren gemacht. Noch ist t einfach als Argument unterdrückt. (Zeitlosigkeit)
Fourier- Trafo der Impulsdarstellung liefert
:
in Ortsdarstellung
Laßt Euch hier nicht verwirren. Die Verwendung von x und k als kanonisch konjugierte Variablen ist völlig analog zu x- p als Variablen, denn wegen
entspricht die Verwendung von
als kanonisch konjugierte Variable alleine der Mitnahme des Vorfaktors
Die Umkehrung ist nach dem Fourier- Theorem möglich:
Mit Hilfe:
Ergibt sich die gängige Darstellung
Dies ist die umkehrbare und Eindeutige Darstellung der Wellenfunktion in Orts- und Impulsdarstellung (Eindeutigkeit nach dem Sampling- Theorem).
Da die Natur der Dinge diese Transformation beinhaltet sind keine Informationen unter einem gewissen Produkt aus Ort und Impuls in der Wellenfunktion enthalten. (Sampling- Theorem) Da die Wellenfunktion aber per Definition das System vollständig beschreiben soll, kann in dem System keine Information enthalten sein, die eine größere Genauigkeit als diese der Unschärferelation aufweist.
Also ist die Heisenbergsche Unschärferelation der Ausdruck einer inhärenten Unschärfe, die in der Natur der Dinge liegt, wenn denn der Formalismus der Quantenmechanik und ihre Axiome richtig sind.
Wiederholung
Angesichts eines informationstheoretischen Zugangs zur Quantenmechanik ist dies eine wichtige Aussage:
Wir haben also als Transformationsvorschrift zwischen kanonisch konjugierten Variablen die Fouriertransformation:
Als minimale Einheit der Wirkung (gemäß Hamiltonschem Prinzip) gewinnen wir:
(im eindimensionalen Fall)
also für unser Informationsminimum:
Dies folgt unmittelbar aus der Fouriertransformation als Trafo- Vorschrift! (Sampling- Theorem)
Die Wellenfunktion kann unter dieser Quantisierung keine Information beinhalten!
Aber: Die Wellenfunktion beschriebt das System vollständig (Axiom der Quantenmechanik!)
Somit existiert in der Natur keine Information unter
Geometrische Analogie der Transformation zwischen Orts- und Impulsdarstellung:
Sei V = Rnein n- dimensionaler Vektorraum, das heißt, die Metrik sei durch ein euklidisches Skalarprodukt
erklärt.
Seien
,
und
drei beliebige Basen des Rn.
Ein Vektor kann natürlich bezüglich der einen oder der anderen Basis dargestellt werden:
Die Basen sollen die folgenden Eigenschaften haben:
Orthonormalität:
Die Projektion auf die Basisvektoren erfolgt durch die Bildung des Skalarproduktes:
Natürlich kann jeder Vektor in einer beliebigen Basis formal entwickelt werden. Die Entwicklungskoeffizienten sind die Projektionen auf die jeweiligen Basisvektoren und natürlich von der Wahl der Basis abhängig :
Im Sinne von:
Formal gilt damit:
Dies ist die VOLLSTÄNDIGKEITSRELATION: Die Basis- Vektoren spannen den n- dimensionalen Rnauf.
Übertragung auf Orts- und Impulsdarstellung quantentheoretischer Zustände:
Der Zustandsvektor im Hilbertraum benötigt zur vollständigen Beschreibung einen 2n- dimensionalen Hilbertraum bei n Freiheitsgraden. In Orts- und Impulsdarstellung wird jedoch nur die jeweilige Komponente, ergo die Projektion der gesamten Wellenfunktion auf den Ortsanteil oder die Projektion der gesamten Wellenfunktion auf den Impulsanteil dargestellt.
Dies ist vergleichbar mit einem System aus orthogonalen Achsen, wobei man die Projektion einer Funktion in diesem Raum auf eine bestimmte Anzahl von Achsen, beispielsweise auf die Anzahl Achsen, die die Bezeichnung ri tragen, betrachtet (Ortsdarstellung).
Die Anteile sind jedoch natürlich nicht voneinander unabhängig, sondern sie gehen durch die Fouriertrafo ineinander über!
Es macht ebenso Sinn,
und
als Projektionen eines abstrakten Zustandsvektors im Hilbertraum H auf die
bzw.
- Basis = Darstellung zu betrachten:
mit
als Zustandsvektor.
Axiome des Hilbertraums H:
- H ist ein komplexer Vektorraum:
- Assoziativität:
- Nullelement:
- Inverses:
- Kommutativität:
- Assoziativität:
Dadurch werden die Elemente aus H zu einer kommutativen Gruppe Weiter gilt: Distributivgesetz:
Das Assoziativgesetz und weitere Rechenregel bei Multiplikation mit 1 und Null aus den komplexen Zahlen:
2) H hat ein Skalarprodukt:
mit:
Damit bereits kann gezeigt werden:
Das Skalarprdukt induziert eine Norm:
Dabei ist letzteres, die Dreiecksungleichung, bedingt durch die Definition:
3) Hist vollständig. Das heißt: Jede konvergente Folge
konvergiert gegen ein
Also: konvergente Folge von Eigenzuständen: Cauchy- Kriterium:
Bemerkungen
1) Die Norm verallgemeinert den Abstandsbegriff auf abstrakte Räume. Das Skalarprodukt verallgemeinert den Winkelbegriff auf abstrakte Räume:
Die beiden Zustände
sind orthogonal.
2) Für
gilt:
(Schwarzsche Ungleichung)
3) Äquivalent sind
und
4) Zu unterscheiden sind:
= Ket- Vektor (nach Dirac →Dirac- Schreibweise)
=Bra- Vektor
Zusammen (Skalarprodukt): Bra-c-ket
Dabei bilden die
den zu
dualen Hilbertraum H * :
,
impliziert mit beliebigem
:
Aber: Hist der zu H * duale Vektorraum, H * ist isomorph zu H
5) Hheißt separabel, falls er eine überall dichte, abzählbare Teilmenge Dbesitzt
Das heißt:
Dies ist äquivalent dazu, dass ein Hilbertraum H separabel heißt, wenn er eine abzählbare Hilbert- Basis besitzt, es also ein abzählbares, vollständig orthonormiertes System in H gibt. Eine Isometrie Φzwischen Hilberträumen H und K ist eine stetige, bijektive, lineare Abbildung
so dass
für alle
.
Anwendung auf die Ortsdarstellung
ist in der Ortsdarstellung eine Eigenfunktion (Wohlgemerkt, eine Funktion!) zum Impuls, also die Ortsdarstellung des Impulszustandes Impuls- Eigenzustandes). Der Zustand, der den Impuls repräsentiert und durch Anwendung des Impulsoperators den Impuls liefert.
Denn:
In Algebraischer Schreibweise bedeutet dies (inklusive Normierung):
Impulseigenfunktion in Ortsdarstellung
Ortseigenfunktion in Impulsdarstellung (Diese beiden gehen durch komplexe Konjugation ineinander über!) Damit folgt:
Da
und
vollständige Darstellungen sind, folgt:
analog zur Entwicklung des Vektors
nach Basisvektoren (in seinen Koordinaten, mit seinen Koordinaten als Entwicklungskoeffizienten).
Somit folgt jedoch:
als Vollständigkeits- Relation. Nebenbemerkung: Der Hilbertraum der Zustände hat unendliche Dimension.
Als Grenzwert definiert man den Dirac- Vektor, als Grenzwert einer diskreten Basis:
Eigenschaften der Funktionen, die H aufspannen:
Dual:
Man spricht auch vom " Einschieben einer 1!".
Skalarprodukt:
Norm:
Alle Funktionen im Hilbertraum müssen also insbesondere quadratintegrabel sein. Somit folgt:
Nebenbemerkung:
Die Linearität des Vektorraumes garantiert das Superpositionsprinzip für Wellenfunktionen!Eigenwerte und Eigenzustände von hermiteschen Operatoren
Annahme: Eine physikalische Observable F habe in einem normierten Zustand
einen scharfen Wert:
Für hermitesches F als physikalische Observable mit
Sei
So folgt aus
,
dass
Die schwarzsche Ungleichung sagt jedoch :
Das Gleichheitszeichen gilt genau dann, wenn die Zustände parallel sind, also folgt:
Das heißt, für den normierten Zustand
folgt alleine aus der Schwarzschen Ungleichung, dass
Eigenzustand zu
ist.
Theorem 1: Eigenwerte hermitescher Operatoren sind reell
Beweis:
Vergleiche Energie- Eigenwert Eigenwerte hermitescher Operatoren können DISKRET oder KONTINUIERLICH sein! Theorem 2: Eigenzustände hermitescher Operatoren zu verschiedenen Eigenwerten sind orthogonal: Beweis:
Da die Eigenwerte nach Voraussetzung verschieden sein sollen, gilt für die zugehörigen Eigenzustände:
Wegen der Normierung gilt:
Kontinuierlicher Fall:
Die Zustände sind im kontinuierlichen Fall nicht normierbar, also nicht Element des Hilbertraumes. Sind aber als Limes einer diskreten Basis aufzufassen:
(vergleiche Fick, S. 114)
→ sogenannte Dirac- Zustände! Entartung (Unter Entartung versteht man, dass zum selben Eigenwert verschiedene Eigenzustände existieren) Dadurch können beispielsweise verschiedene Elektronen den gleichen Energiewert annehmen oder verschiedene Teilchen mit der exakt identisch gleichen Energie auftreten!
n=0,1,2,3,...α = 1,2,3,.., = αn, der sogenannte Entartungsindex. Man spricht von
- αn- facher Entartung
Aus
folgt bereits:
Somit also müssen nur die HAUPTQUANTENZAHLEN, wie man sagt, der Zustände gleich sein.
Möglich wäre
für
.
Also müssen miteinander entartete Zustände eines bestimmten Hauptniveaus nicht orthogonal sein.
Jedoch kann man im Unterraum der Entarteten Zustände Transformationen durchführen. Dies ist der Eigenraum zum Eigenwert Fn.
In diesem Eigenraum kann man die entarteten Zustände durch eine lineare Transformation in orthonormierte Eigenzustände
überführen:
Eine geeignete Trafo wäre beispielsweise das Schmidtsche Orthogonalisierungsverfahren: Also gilt dann:
Theorem 3:
Zwei hermitesche Operatoren
und
kommutieren genau dann, wenn sie ein gemeinsames System von Eigenvektoren besitzen:
Beweis:
Sei
und
![\Rightarrow \left[ \hat{F},\hat{G} \right]\left| n \right\rangle =\hat{F}\hat{G}\left| n \right\rangle -\hat{G}\hat{F}\left| n \right\rangle =\hat{F}\hat{G}\left| n \right\rangle -{{F}_{n}}\hat{G}\left| n \right\rangle =0](/w/images/math/0/6/5/065dae53d724214628537f20397e1ac8.png)
Also ist
Eigenzustand zum Operator
mit EigenwertFn
IstFnnicht entartet, so folgt
, also ist
auch Eigenzustand zu
IstFnentartet, so kann, explizit berechenbar durch Schmidtsche Orthogonalisierung, der Eigenraum E von
zum EigenwertFndurch orthonormierte
aufgespannt werden.
Dann kann der Eigenvektor
entwickelt werden, gemäß
Die Matrix
ist hermitesch, kann also durch eine unitäre Transformation U diagonalisiert werden:
Mit
(" Drehung der Basis")
Somit
Also ist
auch Eigenvektor zu
Nebenbemerkung: Im Allgemeinen wird dadurch die Entartung aufgehoben!
Leicht: Umkehrung:
Sei
ein vollständiges System von Eigenvektoren zu
Definition
Ein Operator
heißt UNITÄR, fallsU + U = UU + = 1
Daraus folgt:U + = U − 1
Mit
folgt für beliebigeΨ,Φ
Das heißt, das Skalarprodukt ist bei unitären Transformationen invariant. Umgekehrt: Will man nur Trafos zulassen, für die das Skalarprodukt invariant bleibt (Erhaltung der Wahrscheinlichkeit), so sind dies die unitären!
Unitäre Operatoren transformieren das quantenmechanische System ganz grundsätzlich von einer Basis in eine andere.
dabei dürfen sich natürlich Aufenthalts- und Übergangswahrscheinlichkeiten (die Skalarprodukte) nicht ändern
Nur unitäre Transformationen sind erlaubt!
Insbesondere:
Transformationen in die Eigenbasis eines OperatorsParser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}
= Diagonalisierung vonParser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}
Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \begin{align} & \left\langle \Phi \acute{\ } \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle :=\left\langle \Phi \right|{{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U\left| \Psi \right\rangle \\ & \left| \Psi \right\rangle ={{U}^{+}}\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle \\ & {{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U=\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F} \\ & \left\langle \Phi \acute{\ } \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle =\left\langle \Phi \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\left| \Psi \right\rangle ={{F}_{\Psi }}{{\delta }_{\Psi \Phi }} \\ \end{align}
Wobei letzte Relation natürlich nur gilt, falls
mitFΨals Eigenwert
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): {{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U=\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}
Operatoren im Hilbertraum
Übergang zur Quantentheorie in der Ortsdarstellung
In der Wellenmechanik nach Schrödinger haben wir statt dem Impuls (klassisch) den Impulsoperator zur Beschreibung der Observable:
Die Eigenwertgleichung in der Ortsdarstellung des Impulszustandes lautet:
Multiplikation mit
und Aufintegration liefert:
Also:
mit dem ABSTRAKTEN (Darstellungsfreien) Impulsoperator:
Dabei gilt: einen darstellungsfreien Operator bekommt man immer, indem man einen Operator in bestimmter Darstellung wählt und zwischen den Projektor auf diese Darstellung packt (einen vollständigen Projektor!)
→ Bei Anwendung wir die entsprechende Wellenfunktion, egal in welcher Darstellung erst mal auf die entsprechende Darstellung projiziert, in der dann der Operator wirken kann. Man braucht sich keine Sorgen mehr machen. Der Operator
ist in dieser Weise darstellungsfrei!
Verallgemeinerung
Sei
eine klassische Observable, beispielsweise der Impuls, die Energie, der Drehimpuls,...),
so ergibt sich F als Operator in der Ortsdarstellung:
Der abstrakte (darstellungsfreie Operator) folgt durch Aufintegration der Projektionen (Einschub des Vollständigen Satzes von Eigenfunktionen, auf die projiziert wird, Einschub einer Eins):
Umgekehrt, falls die Observable in abstrakter Operatordarstellung gegeben ist:
So folgt für die Ortsdarstellung dieses Zustandes
Auch hier wurde wieder eine 1, also ein vollständiger Satz von Basisfunktionen eingeschoben.
Somit aber:
Im Allgemeinen werden die Operatoren in speziellen Darstellungen, wie der obigen Ortsdarstellung zu LINEAREN INTEGRALOPERATOREN (nichtlokal!)
Für die Ortsdarstellung für ein Teilchen im Potenzial F gilt speziell
(lokaler Differenzialoperator, Lokalisation an r´)
Übungsweise soll der nichtlokale Hamiltonoperator bestimmt werden.
Ortsoperator:
Dabei ist
der Operator,
die Eigenfunktion und
der Eigenwert.
In der Impulsdarstellung:
Also: Für die Impulsdarstellung des Ortsoperators gilt:
Energiedarstellung
Sei in der Ortsdarstellung
der eindimensionale Hamiltonoperator
Dazu die Eigenfunktionen:
, n=0,1,2,...
Mit
Ergibt sich:
Mit dem darstellungsfreien Hamiltonoperator
Die Orthonormierung verlangt:
Bei diskreten Eigenfunktionen.
Dies ist aber analog zur kontinuierlichen Darstellung:
Häufig (aber nicht immer!!) ist die Energiedarstellung VOLLSTÄNDIG (sie ist beispielsweise beim eindimensionalen harmonischen Oszi vollständig):
Vollständigkeitsrelation!
Dann gilt auch die Spekteraldarstellung des Hamiltonoperators. Jedoch nur, wenn die Darstellung der zugehörigen Observable vollständig ist:
Der Operator kann durch die Summe aller Koordinaten in den entsprechenden Eigenzuständen angegeben werden, wenn das System der Zustände eine vollständige Basis repräsentiert. (Und die Zustände Eigenzustände des Operators sind)
ist dabei der Projektionsoperator auf den n. Eigenzustand.
Allgemein gilt:
Aus einer Quantenmechanischen Observable wird ein linearer Operator im Hilbertraum:
.
Bei reellen Observablen, besser: reellen Erwartungswerten der Observablen muss der zugehörige Operator nicht nur linear, sondern auch hermitesch sein
Definition:
Der zu
adjungierte Operator
ist definiert durch:
Adjungierte Operatoren wirken also nach links
In Klammer - und Integraldarstellung schaut dies folgendermaßen aus:
Integraldarstellung in Ortsdarstellung:
Def.: ein linearer Operator
heißt selbstadjungiert (HERMITESCH), falls:
Die linearen Operatoren bilden eine Algebra. Dabei ist die Multiplikation definiert durch:
Mit dem Einheitsoperator 1:
Nulloperator 0:
und dem Kommutator:
Es gilt, was als Übung bewiesen werden kann:
Für zusammengesetzte Zustände:
Linearität
und
Antilinearität
Das Skalarprodukt ist linear im 2. Faktor und antilinear im 1. Faktor!
Weitere Relationen:
Falls
gilt, so folgt:
Außerdem:
Sowie die Baker- Hausdorff- Identität:
Mit
Matrixelemente
heißt Matrixelement von
mit dem Bra
und dem Ket
Mit
Also:
Für hermitesche Operatoren gilt:
Erwartungswerte
in Ortsdartellung
Für hermitesche Operatoren sind die Erwartungswerte immer reell:
Umgekehrt gilt:Operatoren mit reellen Eigenwerten sind hermitesch! (im Allgemeinen).
Physikalische Observablen sind also immer durch hermitesche Operatoren darzustellenDie Quantisierung
Physikalische Observablen -à hermitesche Operatoren im Hilbertraum
z.B. Ort:
Geschwindigkeit:
hat nichts mehr mit der Zeitableitung von x zu tun !
Dabei existieren in der Quantenmechanik auch nichtklassische Observablen:
1. Parität:
als der Spiegeloperator.
Der Spiegeloperator ist in der Ortsdarstellung definiert durch
Dies kann jedoch bedeuten:
mit dem Pluszeichen für symmetrische und dem Minus für antisymmetrische Zustände.
Die Eigenwerte des Paritätsoperator sind
.
Es gilt:![]()
2. Der Projektionsoperator. Er löst die Frage: Ist das System im Zustand
?
Der Projektionsoperator lautet:
Die grundsätzliche Definition eines Projektionsoperators ist lediglich
Die Wirkung:
Eigenwert +1
Eigenwert 0, falls
Befindet sich ein Zustand
teilweise im Zustand
,
so gilt:
Dabei ist c eine Wahrscheinlichkeitsamplitude für das Antreffen des Zustands
in
,
also die Wurzel des Anteils von![]()
in
Vertauschungsrelationen
Das Operatorkalkül ermöglicht die Beschreibung mit nicht vertauschbaren Observablen:
und
besitzen ein gemeinsames System von Eigenzuständen
Observablen F und G sind gleichzeitig scharf meßbar
Observablen F und G sind NICHT gleichzeitig scharf meßbar.
Quantisierung = Aufstellung von Vertauschungsrelationen
Es gelten die kanonischen Vertauschungsrelationen:
i=1,2,3 kartesische Koordinaten
Übungsweise kann man zeigen:
Berechnung in der Ortsdarstellung:
Nebenbemerkung: Hieraus können alle weiteren Kommutatoren berechnet werden.
Der Meßprozeß:
Dabei ändert sich der Zustand durch die Wechselwirkung mit dem Messapparat.
Die Messwerte sind F´ in
und F´´in
.
Forderung: F´ = F ´´
→
(Eigenwert)
=
=
Eigenzustand zu
Also:
Der beliebige Zustand wird durch die Messung auf einen Eigenzustand projiziert.
Man spricht von einer Reduktion des Zustandsvektors durch die Messung.
Beispiel: Stern- Gerlach - Apparatur:
Von links kommt ein Ensemble von Teilchen mit dem magnetischen Moment mz.
Dabei kennzeichnet rechts
den Eigenzustand zu mz = -1
Erwartungswert = Mittelwert über viele Messungen mit identisch präparierten Ausgangszuständen
Mit der Wahrscheinlichkeit, im Zustand
(vor der Messung) den Messwert Fn zu messen:
Vergleiche dazu: Aufenthaltswahrscheinlichkeit in Ortsdarstellung:
Wie wir bereits kennengelernt haben, läßt sich mit dem Projektionsoperator schreiben:
Dynamik im Schrödinger- Heisenberg- und Wechselwirkungsbild
Betrachte die zeitabhängigen Zustände
Die zeitabhängige Schrödingergleichung kann formal gelöst werden:
Definition des Operators U geschieht über eine Potenzreihe:
Zeitentwicklungsoperator
Setzt man dies in die Schrödingergelichung ein, so folgt:
Da H hermitesch ist, muss U(t,0) ein unitärer Operator sein!
Klar:
Die adjungierte Schrödingergleichung lautet:
Mit der formalen Lösung:
Der Erwartungswert eines Operators, der auch explizit zeitabhängig sein kann, z.B. über
ergibt sich für
Also:
Ein nicht explizit zeitabhängiger Operator ist grundsätzlich zeitlich konstant, wenn er mit dem Hamiltonoperator vertauscht. Für einen nicht explizit zeitabhängigen Operator gilt folglich:
Klassisches Analogon: Poisson- Klammern
in der klassischen Mechanik finden wir analog die Poissonklammern:
Sei
eine klassische Observable und
die klassische Hamiltonfunktion, so gilt:
Also gilt in der Quantenmechanik die anschauliche Relation:
Definiere:
Observable " zeitliche Veränderung von
" als Operator:
Fundamentalbeziehung der Dynamik der Quantentheorie, aber keine Differenzialgleichung für
,
da im Allgemeinen:
Der Operator der zeitlichen Veränderung ist lediglich über seinen Erwartungswert definiert:
Speziell gilt, analog zu den klassischen Hamiltonschen Gleichungen:
Merke dazu (Ehrenfest- Theorem):
→ die partiellen Zeitableitungen verschwinden. Die Operatoren für Ort und Impuls sind nicht explizit zeitabhängig! Mit der Allgemeinen Hamiltonfunktion für ein Potenzial, nämlich
folgt:
Also:
Denn:
Merke:
Woraus das Ehrenfestsche Theorem folgt:
da ja:
das heißt, die Erwartungswerte quantenmechanischer Observablen gehorchen den klassischen Bewegungsgleichungen
Bilder
Da die Erwartungswerte invariant bei unitären Transformationen U sind, sind Operatoren und Zustände nur bis auf UNITÄR- ÄQUIVALENZ festgelegt:
Für verschiedene, zeitabhängige U erhält man sogenannte verschiedene "Bilder":
Im Folgenden gelte
,
also keine explizite Zeitabhängigkeit!
Merke: Hat man ein Bild gefunden, so kann man die Zustände und Operatoren durch eine beliebige unitäre Trafo "verdrehen" und man hat ein neues Bild!
Schrödingerbild:
Operatoren
zeitunabhängig
Eigenvektoren
zeitunabhängig
Aber: Allgemeine Zustände, Zustandsvektoren:
zeitabhängig (Die Zeitabhängigkeit wird dabei durch die Schrödingergleichung beschrieben):
Veranschaulichung im R2
Unitäre Transformationen, wie die Zeitentwicklung, sind IMMER Drehungen im Hilbertraum!
Im Schrödingerbild werden somit die Zustände im Hilbertraum durch unitäre Transformationen gedreht!
Im R2
entspricht
einer 2x2- Matrix, definiert eine symmetrische, quadratische Form. (Übungsaufgabe!)
Die Eigenvektoren des Systems sind Hauptachsen und die Zeitentwicklung des Zustandes folgt:
Das Heisenbergbild
In diesem Bild sind die
Operatoren
zeitabhängig
und damit Eigenvektoren
zeitabhängig
Aber: Allgemeine Zustände, Zustandsvektoren:
zeitunabhängig:
Veranschaulichung im R2
Im Heisenbergbild werden folglich die Operatoren und ihre Eigenvektoren (zwangsläufig) unter unitären Transformationen im Hilbertraum verdreht (als Zeitentwicklung). Aus
folgt:
Also:
(Operatoren im Heisenbergbild gehorchen der Von- Neumann- Bewegungsgleichung) Somit folgt für das Heisenbergbild:
Insbesondere gilt:
also die bildunabhängige Darstellung
Merke: Der Hamiltonian ist grundsätzlich bildunabhängig.
Wechselwirkungsbild
Sei
mit dem ungestörten Hamiltonoperator
und der Störung
.
Es gilt die Zeitentwicklung des Operators F für das Wechselwirkungsbild:
Somit gilt wieder die Relation
Also:
Somit ist auch hier der ungestörte Hamiltonian
bildunabhängig.
Aber:
im Allgemeinen
Bemerkung: Die Erwartungswertbildung formal gilt natürlich für alle Bilder.
Aber:
Merke: Die Zeitentwicklung der Zustände erfolgt hier über den Störoperator im Hamiltonian:
Zur Verdeutlichung des Wechselwirkungsbildes soll auch der Hamiltonoperator einen Index erhalten.
Dies bedeutet: Operatoren, Eigenvektoren und allgemeine Zustände sind zeitabhängig.
Operatoren
zeitabhängig, Abhängigkeit gegeben durch ungestörten Hamiltonoperator
und damit Eigenvektoren
zeitabhängig, ebenso durch den ungestörten Hamiltonian
Aber: Allgemeine Zustände, Zustandsvektoren:
.Der harmonische Oszillator
Anwendungsbeispiel der abstrakten Darstellung im Hilbertraum: der eindimensionale harmonische Oszillator
Als Hamiltonoperator
Es gilt die Vertauschungsrelation
Besser:
Definition eines Operators, des Leiteroperators (nicht hermitesch!!)
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \begin{align} & a:=\frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}-i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x} \\ & {{a}^{+}}:=\frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}+i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x} \\ & \Rightarrow a{{a}^{+}}=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}+\frac{i}{2\hbar }\left( \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}\hat{x}-\hat{x}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p} \right)=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}+\frac{i}{2\hbar }\left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right] \\ & \left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right]=\frac{\hbar }{i} \\ & \Rightarrow a{{a}^{+}}=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}+\frac{1}{2}=\frac{1}{\hbar \omega }\hat{H}+\frac{1}{2} \\ \end{align}
Merke:
Ausgangspunkt unserer ganzen Überlegungen ist eine Definition, nämlich die Definitiond er Leiteroperatoren:
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \begin{align} & a:=\frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}-i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x} \\ & {{a}^{+}}:=\frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}+i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x} \\ \end{align}
Ebenso:
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \begin{align} & {{a}^{+}}a=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}-\frac{i}{2\hbar }\left( \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}\hat{x}-\hat{x}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p} \right)=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}-\frac{i}{2\hbar }\left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right] \\ & \left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right]=\frac{\hbar }{i} \\ & \Rightarrow {{a}^{+}}a=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{{\hat{x}}}^{2}}-\frac{1}{2}=\frac{1}{\hbar \omega }\hat{H}-\frac{1}{2} \\ & \\ & \Rightarrow \left[ a,{{a}^{+}} \right]=1 \\ & a{{a}^{+}}+{{a}^{+}}a=\frac{2}{\hbar \omega }\hat{H} \\ \end{align}
Somit:
Merke dazu:
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): a{{a}^{+}}=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{\hat{x}}^{2}}+\frac{i}{2\hbar }\left( \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}\hat{x}-\hat{x}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p} \right)=\frac{1}{2m\hbar \omega }{{\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}}^{2}}+\frac{m\omega }{2\hbar }{{\hat{x}}^{2}}+\frac{i}{2\hbar }\left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right]
Somit:
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): \frac{i}{2\hbar }\left[ \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p},\hat{x} \right]
als verantwortlicher Term für die Grundzustandsenergie:
Also: Die Grundzustandsenergie folgt direkt aus der Unschärfe!
Weitere Vertauschungsrelationen:
Ebenso die adjungierteVersion:
Verallgemeinerung
Beweis: Vollständige Induktion:
n=1
Sei
für
Adjungierte Version:
Somit gilt für beliebige, in Potenzreihen von Auf- oder Absteiger entwickelbare Funktionen f:
Eigenwerte von H
Sei
ein normierter Eigenvektor von
mit
So gilt:
Das bedeutet:
Das Energiespektrum ist also nach unten beschränkt und gleichzeitig vernichtet der Absteigeoperator den Zustand mit der niedrigsten Energie
Behauptung
ist Eigenzustand zu
mit dem Eigenwert
Also:
Beweis:
Dabei gilt
wegen
Durch wiederholte Anwendung könnte man Eigenzustände
mit beliebig tiefer Energie erzeugen, wenn nicht
gelten würde.
Daher existiert ein
so dass
aber
Also definiere man einen Grundzustand:
Vorsicht! Dieser ist gerade nicht ein NULL- KET,
sondern: Der Zustand zur Quantenzahl n=0
wegen
Also:
Weiter:
Der erste Schritt gilt wieder wegen der Vertauschungsrelation
Das heißt nun aber, dass
der Eigenzustand von
zum Eigenwert
ist.
Vollständige Induktion
Dann:
Normierung der Eigenzustände
Der Grundzustand sei normiert:
Dann folgt für den n-ten angeregten Zustand:
mit Normierungsfaktor αn
wegen
Somit:
Dieser Algorithmus wird n- mal angewendet:
Somit folgt bis auf einen willkürlichen Phasenfaktor:
für NORMIERTE EIGENZUSTÄNDE des harmonischen Oszillators und diese gehören zu den Energiewerten
Quantensprechweise:
ist die Energie eines "Schwingungsquants". Man sagt auch, es IST ein Schwingungsquant!
ist ein Zustand mit n Schwingungsquanten (Phononen) der Frequenz ω
- a
ist der Vernichtungsoperator für Schwingungsquanten
- a +
der Erzeugungsoperator für Schwingungsquanten
Teilchenzahloperator
In Übereinstimmung mit
Veranschaulichung
Die folgende Grafik demonstriert die äquidistanten Energieniveaus im Oszillatorpotenzial. Dabei werden die stationären Zustände
dargestellt, also als Aufenthaltswahrscheinlichkeit
Die Bewegung eines Wellenpaketes im Harmonischen Oszillator, also im x²- Potenzial für
,
also mit einem, wobei
![]()
das σ
des Grundzustands darstellt, sieht folgendermaßen aus:
Es ist das
für die kohärenten / Glauber - Zustände
Das heißt: Die Standardabweichung des quantenmechanischen Oszillators ist kleiner als bei Berechnung über Glauberzustände (kohärente Zustände)
Zusammenhang mit der Ortsdarstellung
Bisher haben wir vollständig darstellungsfrei gerechnet! Nun soll die darstellungsfreie Rechnung durch Operatoren in expliziten Darstellungen ersetzt werden!
Mit
und Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): a:=\frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}-i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x}
gilt:
- Parser-Fehler (Unbekannte Funktion \lower): a\left( x,\frac{\hbar }{i}\frac{d}{dx} \right){{\phi }_{n}}(x)=\left( \frac{1}{\sqrt{2m\hbar \omega }}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{p}-i\sqrt{\frac{m\omega }{2\hbar }}\hat{x} \right){{\phi }_{n}}(x)
Dabei gilt:
sind dimensionslose Größen, die sogenannten Normalkoordinaten!
In
wird über
der Impulsanteil durch die Ortsdarstellung des Impulsoperators ersetzt.
Den Grundzustand gewinnt man leicht aus dem Ansatz
mit
Wegen
folgt für n=0:
Somit ergibt sich:
Wobei sich A0 aus der Normierung ergibt. Der Grundzustand im Oszillator ist also ein Gaußzustand, eine normierte Gaußglocke mit einer Halbwertsbreite, die in ξ enthalten ist. Für die angeregten Zustände gilt:
Die angeregten Zustände werden also einfach durch Anwendung des Aufsteigeoperators aus dem Grundzustand erzeugt! Für den n-ten angeregten Zustand (Induktion!) damit:
Dabei kann
als Phasenfaktor (für die Wahrscheinlichkeit irrelevant) weggelassen werden
und Hn
bezeichnet die sogenannten Hermiteschen Polynome vom Grad n.
Die Eigenzustände des harmonischen Oszillators beinhalten also die Hermité- Polynome
Explizit lauten diese Hermiteschen Polynome (wie aus obiger Relation berechnet werden kann):
Letztendlich bezeichnet
die Parität von φn
Die Wellenfunktionen im Oszillatorpotenzial (die Wurzeln der Wahrscheinlichkeiten) werden folgendermaßen schematisch dargestellt:
Für das Wasserstoffatom ergeben sich als Wellenfunktion die Kugelflächenfunktionen
.
Bei Polardiagrammen gibt dabei der Betrag des Radiusvektors, der das Diagramm zeichnet
das Betragsquadrat der Kugelflächenfunktion an.
Also die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Kraftfeld des Protons.
Dabei gibt es für verschiedene Drehimpulsquantenzahlen L verschiedene Wellenfunktionen zum gleichen Energieeigenwert. Die Niveaus sind (ohne den Spin) L+1 - fach entartet! die Charakterisierung erfolgt durch die magnetische Quantenzahl m
). Der Zustand, der den Impuls repräsentiert und durch Anwendung des Impulsoperators den Impuls liefert.

,
wobei
