Neutrinoexperimente
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| Der Artikel Neutrinoexperimente basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Moritz Schubotz des 14.Kapitels (Abschnitt 0) der Kern- und Strahlungsphysikvorlesung von Prof. Dr. P. Zimmermann. |
a) indirekt über Rückstoßkern b) direkt über inversen ß-Zerfall
Rückstoßexperimente
Am besten Elektroneneinfang wegen 2-Körperproblem, gut geeignet z.B.
(freies Edelgasatom in einer Gaszelle) mit Eν = 810keV
Rückstoßenergie durch Flugzeitmessung: Rückstoßgeschwindigkeit v:
Exp. von Rodeback und Allen [1] durch Koinzidenz
von dem schnellen Augerelektronensignal (Startsignal) und
dem (verzögerten) Ionensignal (37Cl + ), das bei einer Wegstrecke von
z.B. l = 6cm eine Flugzeit von
benötigt.
Inverser ß-Zerfall
aus
inverser ß-Zerfall,
(
z.B.
)
Festkörper z.B. Wasser
Mo1eküle / cm³
σNl = Wahrscheinlichkeit für eine Reaktion
z.B.
Kerne/cm³, Targetlänge 1 = gesamte Erde = 1,2 109 cm
Starke Neutrinoguellen
Reaktor
Antineutrino-Quelle
Spaltprodukte wegen Neutronenüberschuß β − -Strahler, die Antineutrinos emittieren.
Pro Spaltung ca.
, daraus '
-Produktion aus Reaktorleistung berechenbar:
Pro Spaltung wird ca. 200 MeV= 3,2 10-17 MWs frei, d. h. bei Leistung
Sonne
Neutrinoquelle
Da bei der Fusion aus H --> He entsteht, müssen dabei ebenso Neutrinos entstehen.
Fusion:
, d.h. pro 10 MeV
Fusionsenergie entsteht ca. 1 ν.
Damit Neutrinofluß auf der Erde aus Solarkonstante umgerechnet:
S = 1,4 kW/m² 1
10 MeV = 1,6 10-12 Ws
Erstes Experiment von Reines und Cowan [2] mit Reaktorantineutrinos. (Los Alamos)
Das Meßprinzip beruht darauf, daß bei einer möglichen Reaktion
die beiden Vernichtungsquanten aus der Positronzerstrahlung
(Eγ = 0,5MeV) und nach einer bestimmten Abbremszeit durch Neutroneneinfang von 113Cd mehrere γ aus dem Kaskadenzerfall
des hochangeregten 114Cd (
) in Mehrfachkoinzidenz gemessen werden.
Grobe Abschätzung der Zählrate:
σ (Reaktor-
)
, Reaktor
Fluß in ca. 1 m Abstand
,
Targetfläche F = 7,6 cm • 150 cm
0,1 m², d. h. ca.
durch
Target von ca. 2 m Länge.
Reaktionswahrscheinlichkeit
Zählrate/s
Großer Untergrund durch Reaktor und kosmische Strahlung. Erste Ergebnisse
in Zählrate/min:
- 2,55 ± 0,15 Reaktor an
- 2,14 ± 0,13 Reaktor aus
- 0,41 ± 0,20/min
-Experiment [3]
Prinzip
4000 1 CC14 wurden 30-70 Tage mit Reaktor-
bestrahlt und etwa gebildetes 37Ar durch Aktivitätsmessung gezählt --> Negatives Ergebnis
Einzelnachweise
- ↑ Phys. Rev. 86, 446 (1952) Neutrino Recoils Following the Capture of Orbital Electrons in A37
- ↑ Phys. Rev. 92, 830 (53)
- ↑ Davis et al., Phys. Rev. 97, 766 (1955)
Ergänzende Infromationen
(gehört nicht zum Skript)
Seminarvortrag Experimenteller Neutrinonachweis und Helizität
- oben beschriebenes Experiment ist 3. Versuch (Savannah River Experiment)
- 1. Idee Atombombe
- 2. Idee Hanford-> zu großes Rauschen (kosmische Strahlung)
- Cd = Cadmium
Prüfungsfragen (Prof. Kanngießer)
- Neutrinoexperimente (habe alle relevanten Experimente aus dem Mayer-Kuckuk aufgezählt)
- Experiment von Reines und Cowan näher erklären (Reaktionen aufmalen,
- Warum Zeitdifferenz? ->Abbremszeit der Neutronen;
- Warum NaJ als 'Y-Detektor? -> wegen benötigter Detektorgröße
- Neutrinos: Was ist das wozu braucht man die (beim ß Zerfall)? Problem Energie + Impulserhal tung + Spin -> Erklärung es ex. ungeladenes Fermion
- Nachweis?
- Direkt: Ar->CI Rückstoß messen (Mit Skizze + ausführlicher Erklärung)Indirekt: induzierter Protonzerfall , e+e-Annihilalion; Koinzidenz verzögert CdNeutronnachweis
- Was misst man jeweils Neutrino/Antineutrino; Wo bekommt man sie her?--> Sonne/Kernreaktor
- warum? -> Neutronenüberschuß der Spaltprodukte
- Nachweis?
| Abschnitt | 0 + |
| Fachbegriff | Elektroneneinfang +, 2-Körperproblem +, Augerelektronen +, Wirkungsquerschnitt +, Neutronenüberschuß +, Antineutrino +, Fusion + und Neutrino + |
| Index | Elektroneneinfang +, 2-Körperproblem +, Augerelektronen +, Wirkungsquerschnitt +, Neutronenüberschuß +, Antineutrino +, Fusion + und Neutrino + |
| Inhaltstyp | Script + |
| Kapitel | 14 + |
| Urheber | Prof. Dr. P. Zimmermann + |
