Relativistische Quntenmechanik
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| Der Artikel Relativistische Quntenmechanik basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Franz- Josef Schmitt des 7.Kapitels (Abschnitt 0) der Quantenmechanikvorlesung von Prof. Dr. E. Schöll, PhD. |
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Kovariante Schreibweise der Relativitätstheorie
Grundpostulat der speziellen Relativitätstheorie:
kein Inertialsystem ist gegenüber einem anderen ausgezeichnet (es existiert kein Ruhezustand)
Einstein, 1904
Eine Bewegung ist vom Ruhezustand nicht zu unterscheiden, so lange sie nicht zu einer anderen Bewegung in Relation gesetzt wird!
Die Lichtgeschwindigkeit c ist in jedem Inertialsystem gleich!!
Also:
Kugelwellen mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit c sind Lorentz- invariant!
Formalisierung
Der raumzeitliche Abstand
ist in jedem Bezugssystem gleich, bleibt also invariant bei Transformationen zwischen Inertialsystemen (Lorentz- Transformationen!)
Man kann
als Skalarprodukt von Vierervektoren mit 3 Orts- und einer Zeitkomponente schreiben.
Diese Vektoren leben im Minkowski- Raum V (Spannen diesen auf).
V ist natürlich nicht euklidisch. Sonst würde Pythagoras gelten!
Dann benutze man den Formalismus der LINEAREN ORTHOGONALEN Transformationen, unter denen das Skalarprodukt invariant ist:
Def.: Als kontravariante Komponenten des 4-Zeit-Orts-Vektors (Vierervektors) bezeichnet man:
Zeitkomponente und kartesische Komponenten des Ortsvektors
es schreibt sich
Def.: als kovariante Komponenten des 4-Zeit-Orts-Vektors (Vierervektors) bezeichnet man:
Der kovariante Vektor ist Element des dualen Vektorraums
ist der Raum der linearen Funktionale l, die V auf R abbilden:
es schreibt sich
Natürlich mit Summenkonvention über i=0,1,2,3,...
Wenn ein Index oben (kontravariant) und ein Index unten (kovariant) steht.
Verallgemeinerung
Für beliebige 4- Vektoren ai
gilt:
Lorentz- Invariante lassen sich als Skalarprodukt aiai
schreiben:
Der d´Alemebert-Operator
Mit
kovariant
Die Eigenschaft der Kovarianz wird später aus dem Transformationsverhalten begründet!
kontravariant
→ Die Eigenschaft der Kontravarianz wird später aus dem Transformationsverhalten begründet!
Also:
Vierergeschwindigkeit
Dabei gilt:
Also:
Mit der Eigenzeit
Die Eigenzeit ist als die Zeit im momentanen Ruhesystem zu verstehen!
ist nicht vom Bezugssystem abhängig, also invariant!
Viererimpuls
Physikalische Bedeutung von p0
Mit der 4-er Kraft:
folgt die Leistungsbilanz:
Mit Hilfe des Energiesatz kann dies umgewandelt werden zu
also lorentzinvariant!
Außerdem gilt:
Somit jedoch folgt eine Bestimmungsgleichung an
,
also![]()
als Energie eines relativistischen Teilchens.
Das Skalarprodukt des Viererimpulses liefert lorentzinvariant
Also folgt an die Energie:
Dies ist die relativistsiche Energie- Impuls- Beziehung
Mathematischer Formalismus zur Tensorrechnung:
Für Tensoren zweiter Stufe gilt:
Möglich ist:
Es gilt:
Die Spur eines Tensors ist dagegen wieder allgemein:
- er Einheitstensor
wie beim Kronecker- Symbol 1 für i=k und sonst Null, also symmetrisch
usw..
Der metrische Tensor
Also:
Man spricht auch vom heben und Senken der Indices durch die Metrik!
Lorentz- Trnsformationen (linear, homogen) 
für v | | x1
Somit:
Wobei
Damit läßt sich die Invarianz des Skalaprodukts leicht zeigen:
U ist also eine orthogonale Trafo
Umkehr- Transformation:
Denn:
In Matrizenschreibweise:
Transformationsverhalten des Vierergradienten
Mit der Identität
Das heißt jedoch
transformiert sich wie ai ,
also kovariant
Analog kann gezeigt werden:
transformiert sich wie ai ,
also kontravariant. (PRÜFEN!)Klein- Gordon- Gleichung
nichrelativistische Schrödingergleichung
Die nichrelativistische Schrödingergleichung
folgt aus der nicht relativistischen Energie- Impuls- Beziehung
über die Ersetzung
in der Ortsdarstellung.
Forderungen an eine relativistische Formulierung in der Ortsdarstellung:
- Die Beschreibung der Zustände geschieht durch Wellenfunktionen Ψ(q,t) wobei q Bahn- und Spinvariable enthält.
-
ist die Aufenthaltswahrscheinlichkeit zur zeit t
- Die Dynamik ist linear: LΨ(q,t) = 0 wegen des Superpositionsprinzips. Das heißt, wenn Ψ1,Ψ2 Lösung der SGL, dann auch a1Ψ1 + a2Ψ2 für beliebige komplexe Koeffizienten a1, a2
- Die Differenzialgleichung ist erster Ordnung, damit Ψ(q,t)eindeutig aus der Anfangsbedingung Ψ(q,0) über
bestimmt ist.
- Die Physikalischen Observablen werden durch hermitesche Operatoren repräsentiert.
- Die Messwerte sind die Eigenwerte dieser Operatoren:
- Der Erwartungswert repräsentiert den Mittelwert der Messungen:
- Es gibt vollständige Sätze vertauschbarer Operatoren
mit gemeinsamen Eigenzuständen
Also:
Mit Orthonormierung:
Mit Vollständigkeit:
Mit Entwickelbarkeit beliebiger Zustände:
Die Wahrscheinlichkeit, im Zustand
die Messwerte a1,a2,... zu messen ergibt sich durch das Betragsquadrat der Entwicklungskoeffizienten des jeweils zugehörigen Basiszustands:
Die Relativistische Energie- Impuls- Beziehung:
liefert mit
und
Das bedeutet: Heuristisches Vorgehen: Ersetze alle Variablen, die im relativistischen Ausdruck für die Gesamtenergie vorkommen durch die nötigen Operatoren und behandele diesen Ausdruck als neuen Hamiltonian:
Dies ist jedoch nicht akzeptabel, da
eine nicht analytische Funktion eines Operators ist!
Ausweg:
liefert
Also:
Klein- Gordon- Gleichung
Ist Lorentz- Invariant, falls Ψ ein Lorentz- Skalar ist.
Dies liegt einfach daran, dass
Lorentz- invariant ist (Skalarprodukt eines Vierervektors)
Einwände gegen die Klein- Gordon- Gleichung:
der Spin (der in dieser Gleichung noch nicht enthalten ist!) kann nicht berücksichtigt werden! Denn: Der Zusatz
ist nicht mehr Lorentz- invariant!
Klar!
läßt sich nicht als Skalarprodukt eines Vierervektors darstellen!
Durch die schwierige Interpretation von
ist die Klein- Gordon- Gleichung dann letztendlich eine DGL zweiter Ordnung. Das bedeutet jedoch, Es sind die Anfangsbedingungen
nötig! an muss also schon zu Beginn etwas über die Dynamik der Wellenfunktion kennen! Am schwersten wiegt jedoch, dass die Klein- Gordon- Gleichung eine Stromdichte als räumliche Wahrscheinlichkeitsdichte produziert, die nicht mehr als sinnvolle Wahrscheinlichkeitsdichte interpretiert werden kann, da das Ergebnis nicht mehr strikt positiv ist!: Die Lorentz- Invariante Form der Kontinuitätsgleichung (Wahrscheinlicheitsdichteerhaltung) lautet:
Mit der Vierersstromdichte Ji
Mittels
schreibt sichs:
Dadurch ist jedoch
eine Kontinuitätsgleichung. Also hat J0
die Bedeutung einer räumlichen Wahrscheinlichkeitsdichte!!
Aus der Klein- Gordon- Gleichung dagegen:
folgt durch c.c.:
Dabei kann man
mit Ψ *
und
mitΨ
multipliziert werden.
Nun subtrahiere man die beiden Gleichungen und man erhält:
Somit kann man folgern:
Also ist zulässig:
Also
Aber
kann nicht als eine räumliche Wahrscheinlichkeitsdichte interpretiert werden, da J0
negativ werden kann!
Statt dessen kann man, bzw. muss man J0
als eine Ladungsdichte ansehen!
Lösung der Klein- Gordon- Gleichung für freie Teilchen!
Ansatz: ebene Welle:
In Viererschreibweise:
mit
Wenn man derart die ebene Welle in die Klein- Gordon- Gleichung einsetzt, so ergibt sich:
eingesetzt in
Also kann man die Energie (Eigenwert) angeben zu
Der nichtrelativistische Grenzfall kann leicht durch Entwicklung der Wurzel für kleine Impulse angegeben werden:
Gute Näherung für
Grafisch:
E>0 entspricht einem Teilchen der Ruheenergie m0c2
E<0 dagegen einem Teilchen mit der Ruheenergie − m0c2. Dies entspricht jedoch einer negativen Masse! Dies wurde von Dirac derart interpretiert, dass alle Zustände mit E<0 im Grundzustand besetzt sind. Der Raum, dessen Zustände mit negativer Energie alle besetzt sind, erscheint uns als Vakuum! Die Einstrahlung einer Energie E > 2m0c2 ermöglicht dann die Teilchen - Antiteilchen- Erzeugung!
Aus dem Vakuum!
Durch diese Einstrahlung erzeugt man einen Lochzustand im unteren Bereich! Es erscheint ein Teilchen aus dem Nichts. Denn: es wurde aus dem Zustand negativer Energie angehoben, hat dann positive Energie und erscheint uns in diesem Moment als positives, reelles Teilchen. Außerdem ist für uns nicht der vollbesetzte untere Zustand zu erkennen, sondern nur das Loch. Dieses Loch im Vakuum ist nun ein freier Zustand mit negativer Energie, der uns als Antiteilchen erscheint. Ein Loch im Vakuum. Also: Löcher in den Zuständen negativer Energie äußern sich als Antimaterie!
Antimaterie ist also das fehlen von Teilchen im vollbesetzten Grundzustand des Vakuums! Das Loch entspricht dem Fehlen eines Teilchens mit m < 0 und der Ladung q. Demnach äußert es sich uns als Antiteilchen mit der Masse m > 0 und der Ladung -q: Anregung eines Lochs im Vakuum- Teilchensee
reicht die Energie nicht aus, also E < 2m0c2, so kommt es gemäß der Energie- Zeit- Unschärfe zu spontanen Anregungen virtueller Teilchen, die im Rahmen einer Zeit, die die Unschärfe erfüllt, wieder zerfallen.
Dies kann in diesem Fall betrachtet werden als eine "Boltzmannverteilung" der Zustände negativer Energie. Durch die Fluktuationen bei niedriger Temperatur, die aber zweifelsohne vorhanden sind, kommt es zum Boltzmann- Springen der Teilchen zwischen negativen, vollbesetzten Zuständen und kurzzeitig besetzten positiven Energiezuständen. Die positiven Energiezustände zerfallen jedoch gemäß der Rekombinationsgeschwindigkeit (Rate der spontanen/ induzierten Emission!) und man bekommt als Wahrscheinlichkeit der Vakuumpolarisation die Boltzmannverteilung!Dirac- Gleichung für Elektronen
Die zeitliche Entwicklung soll durch den Anfangszustand
eindeutig festgelegt sein.
Man benötigt also eine DGL 1. Ordnung in der zeit:
Aufgrund der Lorentz- Invarianz(Auch Lorentz- Kovarianz), der Symmetrie der Raumzeit, muss jedoch die Gleichung auch 1. Ordnung in
sein, da die Asymmetrische Auszeichnung der Zeit sonst inakzeptabel ist.
Dies motiviert das Konzept
Also folgt als verallgemeinerte Diracgleichung
mit
Aufgrund der Isotropie des Raumes können α1,α2,α3
keine Zahlen sein. Ansonsten ist H nicht drehinvariant. Statt dessen sind α1,α2,α3
Matrizen (Operatoren!) und somit ist auch β
eine Matrix
Wegen der Lorentz- Kovarianz können
und β
nicht auf die Bahnvariable
einwirken.
Sie müssen auf einen zusätzlichen Freiheitsgrad wirken. Dies motiviert, sie als Spin- Operatoren zu verstehen!
Es gilt:
Die Wellenfunktionen leben also als Produktzustände im aus Spin- und Bahn- Hilbertraum zusammengesetzten Hilbertraum!
Die Darstellung des Spin- Freiheitsgrades erfolgt durch einen n-dimensionalen Spaltenvektor.
Dies ist der sogenannte SPINOR!!
- α1,α2,α3
und somit auch β
sind also nxn Matrizen!
Dabei vertauschen die α1,α2,α3
mit dem Impuls:
Fazit:
Da die gefundene Gleichung Lorentz- Kovariant sein soll, müssen die sogenannten "Spinoren" eingeführt werden:
Hermitizität
sind hermitesch
Somit sind auch α1,α2,α3
und somit auch β
hermitesch:
Die Diracgleichung löst durch den genialen Ansatz das Problem des unverständlichen Operators
.
Iteriert man die Dirac- Gleichung nun, so kann man die Eigenschaften von![]()
durch Vergleich mit der Klein-Gordon- Gleichung erkennen:
Außerdem weiß man aus der Klein- Gordon- Gleichung, dass:
Diese Gleichung kann aber nur allgemein übereinstimmen, wenn:
Dabei gilt insbesondere obige Relation αμβ + βαμ = 0
und
ohne Summation.
Aus dem Vergleich der iterierten Dirac- Gleichung mit der Klein- Gordon - Gleichung ersieht man also, dass man für fermionische Quanten unter Berücksichtigung relativistisch korrekter Beschreibung im Quantenformalismus Antikommutatoren einführen muss.
Sowohl die verschiedenen Komponenten von α ,
also αμundαν
antikommutieren, wie auch αμundβ
Matrizendarstellung von αμundβ
als nxn- Matrix
Eigenschaften
Die Eigenwerte von αμundβ
sind
- vμ = cαμ
ist zu interpretieren als "Zitterbewegung" des Elektrons
Beweis: Die Eigenwerte von αμundβ
sind
- αμv = λv
mit
Weiter gilt:
Beweis:
wegen zyklischer Vertauschbarkeit.
Durch die Antikommutatorrelationen gilt jedoch auch:
Weitere Einschränkungen:
Dies bedeutet jedoch, dass n gerade ist.
Diskussion: n=2:
Ist nicht möglich, da es nicht, wie erforderlich, 4, sondern leider nur 3 hermitesche, antikommutierende und spurlose 2x2- Matrizen gibt!
Dies sind gerade die Pauli- Spinmatrizen! Zusammen mit der Einheitsmatrix bilden die 4 Matrizen eine Basis im
n=4
Ist also die minimal erforderliche Größe der Darstellung. Eine mögliche spezielle Wahl in Blockmatrix- Darstellung wäre:
Also schreibt sich der Zustand
Bemerkung:
In der nichtrelativistischen Quantentheorie genügt ein zweikomponentiger Spinor!
Erst die Lorentz- Invarianz erzwingt einen 4- komponentigen Spinor.
Dadurch dann entstehen weitere Freiheitsgrade, wie die Wahl von Teilchen und Antiteilchen!
Kontinuitätsgleichung
Durch Linksmultiplikation mit Ψ +
bzw. Rechtsmultiplikation mit Ψ
gewinnt man :
Und durch Subtraktion der Gleichungen:
Dies ist eine Kontinuitätsgleichung mit der zu interpretierenden Wahrscheinlichkeitsdichte
(glücklicherweise positiv definit)
und der Wahrscheinlichkeitsstromdichte
In Viererschreibweise einfach als Kontinuitätsgleichung
mit
Lösung der Diracgleichung im Ruhesystem:
nur Ruheenergie
Also lassen sich die folgenden Differentialgleichungen ableiten:
Die Richtung der Vektoren ist dabei leicht lösbar:
Das heißt, es lassen sich 4 unabhängige Lösungen angeben, die die folgenden Eigenschaften aufweisen:
Ankopplung an das elektromagnetische Feld:
Die Ankopplung erfolgt über die Potenziale
über die Ladung e
Klassisch wissen wir:
In der Diracgleichung können wir nun so einfach die bereits angegebene Energie, den Hamiltonoperator erweitern und angeben:
Dabei setzen wir für
den kanonischen Impuls und führen den kinetischen Impuls ein gemäß
Als Lösungsansatz wählen wir
Wobei Ψa zwei Komponenten haben sollte und ein Teilchen mit
bezeichnet.
Auch Ψb besitzt 2 Komponenten für die "Antiteilchen" mit
:
Damit zerfällt die Dirac-Gleichung in zwei gekoppelte und jeweils zweikomponentige Gleichungen:
Als Ansatz wählen wir
für
.
Also Zerlegung in
als schnelle zeitliche Oszillation und
als langsam zeitabhängige Funktion!
Es folgt:
Nichtrelativistische Näherung:
eingesetzt in
Man kann zeigen:
Remember:
Die verwendeten Identitäten sind dabei natürlich zu zeigen (Übungsaufgabe!)
Also folgt die Bewegungsgleichung für φa:
dies ist die nichtrelativistische Pauli-Gleichung für Spin
(vergl. S. 102, Kapitel 4.3) mit dem richtigen gyromagnetischen Verhältnis g=2:
Vergl. S. 94
Interpretation des vierkomponentigen Spinors:
Teilchen- Freiheitsgrad:
Antiteilchen Freiheitsgrad:
Spin- Eigenwertproblem in 2x2- Matrixdarstellung
Spin- Operator in 4x4 Block- Matrix- Darstellung
Ableitung der Spin-Bahn-Kopplung für
und symmetrisches V(r):
Bahn- Drehimpuls:
Mit
aus dem Bahn-Raum und
aus dem Spinor-Raum.
Gesamt- Drehimpuls
Dabei ist
eine Erhaltungsgröße. Denn es kann gezeigt werden:
Dies ist leicht zu zeigen!
Wichtig:
ist keine Konstante der Bewegung
Entwicklung der Dirac- Gleichung für
bis zur ersten Ordnung in
mit
liefert mit
(Vergl. Schwabl Seite 215 ff.)
Also eine Spin-Bahn-Kopplung von
In einem rotationssymmetrischen Potenzial haben wir als Dirac- Hamiltonian:
Dabei sind
hermitesche Operatoren
Man kann den Hamilton- Operator schreiben als:
Beweis:
Es gilt weiter:
.
Somit existieren gemeinsame Eigenzustände zu H
und
Eigenwerte von
Somit:
Schließlich also
Die Eigenwerte von
sind jedoch bekannt, nämlich
mit
Somit:
Es bleibt das radiale Eigenwertproblem für
Geeignete Darstellung für αr
Für
kann dies durch die Darstellung
mit
erfüllt werden:
Es gilt:
Also
Ansatz für den Radialanteil
Eingesetzt in die Eigenwertgleichung für H:
folgt:
Also:
Skalentransformation:
Führt man des weiteren ein:
Also einen skalierten Radius und die Feinstrukturkonstante,
wodurch sich auch das Potenzial vereinfacht zu:
Randbedingung:
- F(ρ),G(ρ)
regulär bei
für
Betrachte
also gebundene Zustände
Asymptotisches Verhalten:
Weil e + ρ
divergiert!
Ansatz:
Es existieren nichttriviale Lösungen f0,g0 ,
falls![]()
Also
und regulär bei
Ansatz:
Die Lösung erfolgt über einen Potenzreihenansatz:
usw... wird dies ebenfalls für
aufgestellt
Koeffizientenvergleich liefert:
bis auf Normfaktor
k=0,1,2,.... Rekursionsformel!!
Verhalten für große k:
Dies kann man einsetzen in
und es folgt:
Falls die Potenzreihen
nicht abbrechen, so divergiert
exponentiell für
Dies ist jedoch ein Widerspruch zu den gesetzten Randbedingungen!
Also muss es einen Abbruch bei
geben:
Setzt man dies in die Rekursionsformel ein, so folgt:
Diese beiden Gleichungen stimmen jedoch für alle f,g überein, da
Setzt man
in
ein, so folgt mit
Weiter gilt:
Löst man dies nach den exakten Energieeigenwerten, die sich damit ergeben, also nach E auf, so erhält man die Feinstrukturformel:
Mit der Feinstrukturkonstanten
entwickelt man die Energieeigenwerte nach der Feinstrukturkonstanten bis
,
so folgt:
mit
Setzt man dies in die exakten Energieeigenwerte E ein, so folgt:
Diskussion
Ruheenergie
nicht relativistisches, entartetes Energiespektrum
Feinstruktur- Aufspaltung. Eine Aufhebung der j-Entartung durch Spin- Bahn- Kopplung. Dabei bleibt die Freiheit der Ausrichtung der Achse des magnetischen Moments, also die 2(2j + 1) - fache mj - Entartung+ Parität!
Spektroskopische Beziehung der Feinstrukturterme: nlj
n´=0. .


