Thermodynamische Zustände

Aus PhysikWiki
Version vom 31. August 2010, 21:48 Uhr von Schubotz (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<noinclude>{{Scripthinweis|Thermodynamik|2|1}}</noinclude> Thermodynamische Systeme haben sehr viele Freiheitsgrade Die Mikrozustände bilden die Ereignisalgebr…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen




Thermodynamische Systeme haben sehr viele Freiheitsgrade

Die Mikrozustände bilden die Ereignisalgebra

A´

z.B.

ξ=(q1...,q3N,p1...p3N)N groß!

Thermodynamischer Zustand

( = Makrozustand)

wenige thermodynamische Variablen ( = makroskopische Variablen/ Observablen = Messgrößen), die dadurch ausgezeichnet sind, dass sie sich LANGSAM ändern auf der Zeitskala, auf der die Messinstrumente ins Gleichgewicht relaxieren.

Zeitskalentrennung zwischen der makroskopischen Langzeitskala und der mikroskopischen Kurzzeitskala

Beispiel:

Temperatur ist thermodynamisch Variable;

Temperaturänderung muss langsam sein gegen die Relaxation der Quecksilbersäule im Thermometer, damit eine thermodynamische Beschreibung überhaupt möglich ist.

Nebenbemerkung

Diese Definition umfasst Nichtgleichgewichts- und Gleichgewichtszustände ( zeitlich invariant), stellt sich nach hinreichend langer Zeit ein, falls kein Energie- oder Materiefluss durch das System von außen aufgeprägt ist !

Fundmanetales Problem

Die mikroskopische Dynamik ist reversibel

  • makroskopische Thermodynamik enthält irreversible Prozesse ( z.B. Relaxation ins thermodynamische Gleichgewicht).

Definition:

Dynamik heisst reversibel, falls sich bei Zeitumkehr ein physikalisch möglicher Prozess ergibt !

Nicht: Prozess x(t) invariant gegen Zeitumkehr t -> -t !, das heisst:

x(t)x(t)

Beispiel für irreversible Prozesse: Wärmeleitung/ Diffusion

Statistische Beschreibung der Mikrozustände:

Wahrscheinlichkeitsverteilung ρ(ξ)

über den Mikrozuständen ξ(t)

beschreibt die Kenntnis des Beobachters. In der Regel kennt der Beobachter die Werte einiger makroskopischer Observablen zur Zeit t=0, sowie die Gesetze der Mikrodynamik

Kenntnis der Observablen zusammengefasst sei C:

Problem der Irreversibilität

Durch die bedingte Wahrscheinlichkeit P(ξt|Ct=0)

für ξ(t)

, falls C zur Zeit t=0 bekannt ist

, sogenannte "progressive Wahrscheinlichkeit " für t>0

wird eine Zeitrichtung ausgezeichnet !

Die Information über den Mikrozustand ξ(t)

kann nicht zunehmen mit wachsender zeit t, falls das System seit der letzten Beobachtung isoliert ist:

I(t1)I(t2)t1<t2

obgleich die mikroskopische Dynamik reversibel ist

  • makroskopische Irreversibilität