Eigenwerte und Eigenzustände von hermiteschen Operatoren

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Annahme: Eine physikalische Observable F habe in einem normierten Zustand

|Ψ⟩

einen scharfen Wert:

⟨(ΔF̂)2⟩=∫d3rΨ∗(r¯)(ΔF̂)2Ψ(r¯)=⟨(F̂−⟨F̂⟩)2⟩=⟨F̂2⟩−⟨F̂⟩2=∫d3rΨ∗(r¯)(F̂)2Ψ(r¯)−(∫d3rΨ∗(r¯)F̂Ψ(r¯))2=0⇔⟨Ψ|F̂2|Ψ⟩=⟨Ψ|F̂|Ψ⟩2

Für hermitesches F als physikalische Observable mit

⟨Ψ|F̂|Ψ⟩=⟨Ψ|F̂|Ψ⟩∗

Sei

F̂|Ψ⟩:=|Φ⟩⇔⟨Ψ|F̂=⟨Φ|

So folgt aus

⟨Ψ|F̂2|Ψ⟩=⟨Ψ|F̂|Ψ⟩2,
dass
⟨Φ|Φ⟩=⟨Ψ|F̂2|Ψ⟩=⟨Ψ|F̂|Ψ⟩2=⟨Φ|Ψ⟩2=|⟨Φ|Ψ⟩|2

Die schwarzsche Ungleichung sagt jedoch :

|⟨Φ|Ψ⟩|2≤‖Φ‖2‖Ψ‖2‖Ψ‖2=1⇒‖Φ‖2‖Ψ‖2=‖Φ‖2=⟨Φ|Φ⟩|⟨Φ|Ψ⟩|2≤⟨Φ|Φ⟩

Das Gleichheitszeichen gilt genau dann, wenn die Zustände parallel sind, also folgt:

|Φ⟩=α|Ψ⟩α∈C⇔F̂|Ψ⟩=α|Ψ⟩

Das heißt, für den normierten Zustand|Ψ⟩folgt alleine aus der Schwarzschen Ungleichung, dass|Ψ⟩Eigenzustand zuF̂ist. Theorem 1: Eigenwerte hermitescher Operatoren sind reell Beweis:

⟨Ψ|F̂|Ψ⟩=α⟨Ψ|Ψ⟩=α=⟨Ψ|F̂+|Ψ⟩=⟨Ψ|F̂|Ψ⟩∗=α∗⇒α∈R

Vergleiche Energie- Eigenwert Eigenwerte hermitescher Operatoren können DISKRET oder KONTINUIERLICH sein! Theorem 2: Eigenzustände hermitescher Operatoren zu verschiedenen Eigenwerten sind orthogonal: Beweis:

F̂|Ψ1⟩=F1|Ψ1⟩F̂|Ψ2⟩=F2|Ψ2⟩⇒⟨Ψ2|F̂=F2⟨Ψ2|⟨Ψ1|F̂|Ψ2⟩=F2⟨Ψ1|Ψ2⟩⟨Ψ2|F̂|Ψ1⟩=F1⟨Ψ2|Ψ1⟩=⟨Ψ1|F̂|Ψ2⟩∗=F2⟨Ψ1|Ψ2⟩falls F̂=F̂+,F2=F2∗⟨Ψ2|F̂|Ψ1⟩=⟨F̂+Ψ2|Ψ1⟩=F2⟨Ψ2|Ψ1⟩⟨Ψ2|F̂|Ψ1⟩−⟨Ψ2|F̂|Ψ1⟩=(F2−F1)⟨Ψ2|Ψ1⟩

Da die Eigenwerte nach Voraussetzung verschieden sein sollen, gilt für die zugehörigen Eigenzustände:

⟨Ψ2|Ψ1⟩=0

Wegen der Normierung gilt:

⟨Ψn|Ψm⟩=δnm

Kontinuierlicher Fall:

⟨F|F ´⟩=δ(F−F ´)⟨r¯|r¯ ´⟩=δ(r¯−r¯ ´)

Die Zustände sind im kontinuierlichen Fall nicht normierbar, also nicht Element des Hilbertraumes. Sind aber als Limes einer diskreten Basis aufzufassen:

|p¯⟩∉H|p¯⟩:=limΔp→0|p¯,Δp¯⟩(vergleiche Fick, S. 114)

→ sogenannte Dirac- Zustände! Entartung (Unter Entartung versteht man, dass zum selben Eigenwert verschiedene Eigenzustände existieren) Dadurch können beispielsweise verschiedene Elektronen den gleichen Energiewert annehmen oder verschiedene Teilchen mit der exakt identisch gleichen Energie auftreten!

F̂|n,α⟩=Fn|n,α⟩n=0,1,2,3,...α=1,2,3,..,=αn, der sogenannte Entartungsindex. Man spricht von
αn- facher Entartung

AusF̂|n,α⟩=Fn|n,α⟩folgt bereits:(Fn−Fm)⟨m,α|n,α ´⟩=0⇒⟨m,α|n,α ´⟩=δmn Somit also müssen nur die HAUPTQUANTENZAHLEN, wie man sagt, der Zustände gleich sein. Möglich wäre⟨n,α|n,α ´⟩≠0fürα≠α ´. Also müssen miteinander entartete Zustände eines bestimmten Hauptniveaus nicht orthogonal sein. Jedoch kann man im Unterraum der Entarteten Zustände Transformationen durchführen. Dies ist der Eigenraum zum Eigenwert Fn. In diesem Eigenraum kann man die entarteten Zustände durch eine lineare Transformation in orthonormierte Eigenzustände|n,β⟩überführen:

|n,β⟩=∑α=1αn|n,α⟩cαβ

Eine geeignete Trafo wäre beispielsweise das Schmidtsche Orthogonalisierungsverfahren: Also gilt dann:

⟨n,β|m,β ´⟩=δmnδββ ´

Theorem 3: Zwei hermitesche OperatorenF̂undĜkommutieren genau dann, wenn sie ein gemeinsames System von Eigenvektoren besitzen: Beweis:

Sei[F̂,Ĝ]=0undF̂|n⟩=Fn|n⟩⇒[F̂,Ĝ]|n⟩=F̂Ĝ|n⟩−ĜF̂|n⟩=F̂Ĝ|n⟩−FnĜ|n⟩=0⇒F̂Ĝ|n⟩=FnĜ|n⟩ Also istĜ|n⟩Eigenzustand zum OperatorF̂mit EigenwertFn IstFnnicht entartet, so folgtĜ|n⟩ ~|n⟩, also ist|n⟩auch Eigenzustand zuĜ IstFnentartet, so kann, explizit berechenbar durch Schmidtsche Orthogonalisierung, der Eigenraum E vonF̂zum EigenwertFndurch orthonormierte|n,β⟩β=1,...,saufgespannt werden. Dann kann der EigenvektorĜ|n,β⟩entwickelt werden, gemäßĜ|n,β⟩=∑β ´|n,β⟩cβ ´β Die Matrixcβ ´β:=⟨nβ ´|Ĝ|n,β⟩=c∗ββ ´ist hermitesch, kann also durch eine unitäre Transformation U diagonalisiert werden:

|n,γ⟩=∑βUγβ|n,β⟩

Mit∑βUγβUβγ ´=δγγ ´(" Drehung der Basis") Somit

cβ ´β=⟨n,β ´|Ĝ|n,β⟩=Gnβδβ ´βĜ|n,β⟩=∑β ´|n,β ´⟩cβ ´β=Gnβ|n,β⟩

Also ist|n,β⟩auch Eigenvektor zuĜ Nebenbemerkung: Im Allgemeinen wird dadurch die Entartung aufgehoben! Leicht: Umkehrung: Sei{|n⟩}ein vollständiges System von Eigenvektoren zuF̂,ĜF̂Ĝ|n⟩=FnGn|n⟩=GnFn|n⟩=ĜF̂|n⟩⇒[F̂,Ĝ]=0 Definition Ein OperatorU:H→Hheißt UNITÄR, fallsU+U=UU+=1 Daraus folgt:U+=U−1 Mit|Ψ ´⟩:=U|Ψ⟩⟨Φ ´|:=⟨Φ|U+ folgt für beliebigeΨ,Φ⟨Φ ´|Ψ ´⟩:=⟨Φ|U+U|Ψ⟩=⟨Φ|Ψ⟩ Das heißt, das Skalarprodukt ist bei unitären Transformationen invariant. Umgekehrt: Will man nur Trafos zulassen, für die das Skalarprodukt invariant bleibt (Erhaltung der Wahrscheinlichkeit), so sind dies die unitären! Unitäre Operatoren transformieren das quantenmechanische System ganz grundsätzlich von einer Basis in eine andere. dabei dürfen sich natürlich Aufenthalts- und Übergangswahrscheinlichkeiten (die Skalarprodukte) nicht ändern Nur unitäre Transformationen sind erlaubt! Insbesondere: Transformationen in die Eigenbasis eines OperatorsFehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}} = Diagonalisierung vonFehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle \overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}} Fehler beim Parsen (Unbekannte Funktion „\begin{align}“): {\displaystyle \begin{align} & \left\langle \Phi \acute{\ } \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle :=\left\langle \Phi \right|{{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U\left| \Psi \right\rangle \\ & \left| \Psi \right\rangle ={{U}^{+}}\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle \\ & {{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U=\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F} \\ & \left\langle \Phi \acute{\ } \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }\left| \Psi \acute{\ } \right\rangle =\left\langle \Phi \right|\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\left| \Psi \right\rangle ={{F}_{\Psi }}{{\delta }_{\Psi \Phi }} \\ \end{align}} Wobei letzte Relation natürlich nur gilt, falls|Ψ⟩,|Φ⟩∈EigenbasismitFΨals Eigenwert

Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle {{U}^{+}}\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}\acute{\ }U=\overset{\lower0.5em\hbox{$\smash{\scriptscriptstyle\frown}$}}{F}} diagonal!