Magnetisches Moment und Zeeman- Effekt

Aus PhysikWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

__SHOWFACTBOX__

Hamilton- Operator mit äußerem Magnetfeld:

H=12m0(p¯−eA¯)2+V(r)

mit kugelsymmetrischem Potenzial

Durch den kinetischen Impulsoperator: (p¯−eA¯)

ist der Einfluss von äußeren Feldern auf den Bahndrehimpuls schon in der Gleichungen enthalten. Es folgt bereits der Zeemann Effekt aus dem gemachten Ansatz. Würde man dagegen auf Effekte hoffen, die erst angesichts des Spins von Elektronen auftreten, so wäre dies vergebens. Effekte des Spins sind in die Gleichung noch nicht eingebaut!

H=12m0(p¯2−2eA¯p¯+e2A¯2)+V(r)

Verwende: Coulombeichung: ∇⋅A¯=0

→ A¯p¯=p¯A¯

für Operatoren

e2A¯2

sei für Atome vernachlässigbar, falls ⟨L3⟩≠0 ,

falls B<105G

vergl. Schwabl S. 128

Homogenes Magnetfeld: A¯=12(B¯×r¯)

wegen B¯=∇×A¯=12(B¯(∇⋅r¯))−12(B¯⋅∇)r¯=12(∇×(B¯×r¯))=B¯

Da ja (∇⋅r¯)=3,(B¯⋅∇)r¯=B¯

Somit:

ℏi(A¯⋅∇Ψ)=ℏ2i(B¯×r¯)∇Ψ=ℏ2iB¯(r¯×∇)Ψ=12(B¯⋅L¯)Ψ

Sei

B¯=(0,0,B)⇒B¯⋅L¯=BL3

Schrödinger- Gleichung:

−ℏ22m0ΔΨ+(V−E−e2m0BL3)Ψ=0L3Ψ=ℏmΨ

Wobei

L3Ψ=ℏmΨ

für Drehimpuls- Eigenzustände

⇒−ℏ22m0ΔΨ+(V(r)−E−e2m0ℏmB)Ψ=0

mit

e2m0ℏm:=μ3

(magnetisches Moment)

Klassisch:

μ¯=−∂H∂B¯=e2m0L¯

Der Term im Hamiltonian der magnetischen Wechselwirkung.

Hmag.=μBB¯=eB¯⋅L¯2m0=eBL32m0μB=ℏe2m0

Normaler Zeeman- Effekt:

Atom im homogenen Magnetfeld:

(H0−E−μ3B)Ψ=0

H0: Hamiltonoperator ohne B- Feld

e2m0ℏm:=μ3
eℏ2m0:=μB

Bohrsches Magneton: e<0

H0Ψnlm=EnlΨnlm
⇒E=Enl−ℏeB2m0m

→ Die m- Entartung wird vollständig aufgehoben

Das heißt: für jedes m ergibt sich eine eigene Energie!

m=−l,...,+l

→ Aufspaltung in 2l+1

- Niveaus (Multipletts) mit m = magnetische Quantenzahl

Achtung! Die l- Entartung wird keineswegs aufgehoben. Allerdings ist natürlich m abhängig von l

Nebenbemerkung: Anomaler Zeeman- Effekt → Effekt des Spins (vergl. nächstes Kapitel)

H- Atom: l- Entartung

Atome mit ungerader Kernladungszahl: Spin- Bahn - Zustände!