Theorem von Noether

Aus PhysikWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

__SHOWFACTBOX__

Voraussetzung: Autonomes, das heißt, nicht explizit zeitabhängiges System mit f Freiheitsgraden und einer Lagrangefunktion


L(q1,...,q˙1,...,t)


Theorem (E.Noether, 1882-1935)

Die Lagrangefunktion

L(q1,...,q˙1,...,t)

eines autonomen Systems sei unter der Transformation


q¯→hs(q¯)

invariant. Dabei ist s ein eindimensionaler Parameter und

hs=0(q¯)=q¯

die Identität.

Dann gibt es ein Integral der Bewegung


I(q¯,q¯˙)=∑i=1f∂L∂q˙i(ddshs(qi))s=0


Beweis:

Sei

q¯=q¯(t)

eine Lösung der Lagrangegleichung. Dann ist auch

q¯(s,t):=hs(q¯,t)

Lösung, das heißt:


ddt∂L(q¯(s,t),q¯˙(s,t))∂q˙i=∂L(q¯(s,t),q¯˙(s,t))∂qi


Invarianz der Lagrangefunktion für beliebige s:


ddsL(q¯(s,t),q¯˙(s,t))=∑i=1f(∂L∂qi(dqids)+∂L∂q˙i(dq˙ids))=0⇒ddtI(q¯,q¯˙)=∑i=1fddt(∂L∂q˙i(ddshs(qi))s=0)=∑i=1f(ddt∂L∂q˙i(dqids)+∂L∂q˙iddt(dqids)) Mit ddt∂L∂q˙i=∂L∂qiddt(dqids)=(dq˙ids)


und mit Hilfe von


ddsL(q¯(s,t),q¯˙(s,t))=∑i=1f(∂L∂qi(dqids)+∂L∂q˙i(dq˙ids))=0


folgt dann:


ddtI(q¯,q¯˙)=ddsL=0