Zeitunabhängige Störungsrechnung ohne Entartung

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(Schrödinger)

Betrachte zeitunabhängige Schrödingergleichung:

Ĥ|Ψ⟩=E|Ψ⟩

muss berechnet werden, wobei

Ĥ=Ĥ0+Ĥ1

durch den ungestörten Hamilton- Operator mit einer kleinen Störung repräsentiert wird.

Die Störung lasse sich als Potenzialstörung darstellen, die mittels des von Null verschiedenen jedoch kleinen Parameters ε

linear entwickelt werden kann:

Ĥ1=εV̂

(dabei soll die Störung zeitunabhängig sein!)

Das ungestörte Problem schreibt sich:

Ĥ0|n⟩=En(0)|n⟩

Für kleine ε

sollten sich Eigenwerte und Eigenzustände von Ĥ

entwickeln lassen:

Ek=Ek(0)+εEk(1)+ε2Ek(2)+...|Ψk⟩=|Ψk(0)⟩+ε|Ψk(1)⟩+ε2|Ψk(2)⟩+...

Merke: Die Eigenzustände und die Energieeigenwerte sollten sich entwickeln lassen!

Also:

(Ĥ0+εV̂)(|Ψk(0)⟩+ε|Ψk(1)⟩+ε2|Ψk(2)⟩+..)=(Ek(0)+εEk(1)+ε2Ek(2)+..)(|Ψk(0)⟩+ε|Ψk(1)⟩+..)

Die Koeffizienten lassen sich dann in der Ordnung εf

vergleichen:

f=0

Ĥ0|Ψk(0)⟩=Ek(0)|Ψk(0)⟩

ungestörtes Problem

f=1

(Ĥ0−Ek(0))(|Ψk(1)⟩)=(Ek(1)−V̂)|Ψk(0)⟩

1. Näherung

f=2

(Ĥ0−Ek(0))|Ψk(2)⟩=(Ek(1)−V̂)|Ψk(1)⟩+Ek(2)|Ψk(0)⟩

... → Rekursionsformeln

Die Bestimmung der Energieeigenwerte und Eigenzustände kann erfolgen....

Aus f=0: |Ψk(0)⟩=|k⟩

Aus f=1: Störungsrechnung erster Ordnung möglich:

Wir entwickeln nach der ungestörten Basis |Ψk(1)⟩=∑n|n⟩⟨n|Ψk(1)⟩

und setzen dies in (Ĥ0−Ek(0))(|Ψk(1)⟩)=(Ek(1)−V̂)|Ψk(0)⟩

ein:

∑n(Ĥ0−Ek(0))|n⟩⟨n|Ψk(1)⟩=(Ek(1)−V̂)|k⟩(Ĥ0−Ek(0))|n⟩=(En(0)−Ek(0))|n⟩

Skalarprodukt mit ⟨l|→⟨l|n⟩=δln

"projiziert" wieder die Korrektur des l- ten Zustand (seines Eigenwertes und seines zugehörigen Zustandes) heraus:

(El(0)−Ek(0))⟨l|Ψk(1)⟩=(Ek(1)−V̂)δlk−⟨l|V̂|k⟩

Somit haben wir für l=k

die erste Korrektur zum Energieeigenwert gefunden:

Ek(1)=⟨k|V̂|k⟩

und für l≠k

ergibt sich die 1. Korrektur zum Eigenvektor:

⟨l|Ψk(1)⟩=⟨l|V̂|k⟩Ek(0)−El(0)
⟨k|Ψk(1)⟩

wird durch Normierung festgelegt:

1=!=⟨Ψk|Ψk⟩=⟨Ψk(0)|Ψk(0)⟩+ε(⟨Ψk(0)|Ψk(1)⟩+⟨Ψk(1)|Ψk(0)⟩)+ε2(....⟨Ψk(0)|Ψk(0)⟩=1

Da die Summe rechts aber für beliebige Epsilon Null werden muss folgt:

(⟨Ψk(0)|Ψk(1)⟩+⟨Ψk(1)|Ψk(0)⟩)=0(....=0

usw.. für jede Klammer nach einer bestimmten, festen Ordnung von ε

Also für die erste Ordnung:

⟨Ψk(0)|Ψk(1)⟩=−⟨Ψk(1)|Ψk(0)⟩⟨k|Ψk(1)⟩=−⟨Ψk(1)|k⟩≡−⟨k||Ψk(1)⟩∗

Fazit:

⟨k|Ψk(1)⟩=iγ

mit γ∈R

Wegen

eiεγ≈1+iεγ+O(ε2)

ändert der Term  ~γ

die Phase von |Ψk⟩

relativ zu |k⟩

in der Entwicklung |Ψk⟩=|k⟩(1+iεγ)+ε∑n≠k|n⟩⟨n|Ψk(1)⟩+O(ε2) .


Die Festlegung erfolgt durch die Forderung :

⟨k|Ψk⟩=1⇒γ=0

Im entartungsfreien Fall (keine Entartung) folgt dann:

|Ψk(1)⟩=∑n≠k|n⟩⟨n|V̂|k⟩Ek(0)−En(0)

Voraussetzung: Ek(0)≠En(0)

(keine Entartung)