Klein Gordon im (Vektor)Potential, Eichinvarianz: Unterschied zwischen den Versionen
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Die klassische relativistische {{FB|Dispersionsrelation|klassisch}} <math>E=E\left( {\underline{p}} \right)</math>für freie Teilchen der Masse m ohne äußeres Potential lautet: | Die klassische relativistische {{FB|Dispersionsrelation|klassisch}} <math>E=E\left( {\underline{p}} \right)</math> für freie Teilchen der Masse m ohne äußeres Potential lautet: | ||
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<math>{{\underline{f}}_{\varphi }}=\mathfrak{i} \alpha \underline{A},\quad \varphi =\alpha \chi ,\quad {{g}_{\varphi }}=-\mathfrak{i} \alpha \varphi ,\quad \alpha \in \mathbb{R}</math> | <math>{{\underline{f}}_{\varphi }}=\mathfrak{i} \alpha \underline{A},\quad \varphi =\alpha \chi ,\quad {{g}_{\varphi }}=-\mathfrak{i} \alpha \varphi ,\quad \alpha \in \mathbb{R}</math> | ||
in der Schrödingergleichung steht also statt <math>\underline{\nabla }</math>nun | in der Schrödingergleichung steht also statt <math>\underline{\nabla }</math> nun <math>\underline{\nabla }+\mathfrak{i} \alpha \underline{A}</math> und statt <math>{{\partial }_{t}}</math> nun <math>{{\partial }_{t}}-\mathfrak{i} \alpha \varphi </math> mit <math>{{\underline{f}}_{\varphi }},{{g}_{\varphi }}</math> als <u>Eichfelder.</u> | ||
<math>\underline{\nabla }+\mathfrak{i} \alpha \underline{A}</math> | |||
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* Die „Vorschrift“ <math>\underline{p}\to \underline{p}-e\underline{A}</math> heißt {{FB|minimale Kopplung}} | * Die „Vorschrift“ <math>\underline{p}\to \underline{p}-e\underline{A}</math> heißt {{FB|minimale Kopplung}} | ||
* Durch das Prinzip der lokalen Eichinvarianz haben wir die Potentiale ϕ und <u>A</u> sowie die {{FB|Kopplungskonstante}} e quasi „hergeleitet“. | * Durch das Prinzip der lokalen Eichinvarianz haben wir die Potentiale ϕ und <u>A</u> sowie die {{FB|Kopplungskonstante}} e quasi „hergeleitet“. | ||
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Lösen durch | Lösen durch {{FB|Separationsansatz}} | ||
<math>\Psi \left( r,\theta ,\varphi ;t \right)={{e}^{\mathfrak{i} Et}}\underbrace{{{Y}_{lm}}\left( \theta ,\varphi \right)}_{\text{Kugelfl }\!\!\ddot{\mathrm{a}}\!\!\text{ chenfunktionen}}\frac{\chi \left( r \right)}{x}</math> | <math>\Psi \left( r,\theta ,\varphi ;t \right)={{e}^{\mathfrak{i} Et}}\underbrace{{{Y}_{lm}}\left( \theta ,\varphi \right)}_{\text{Kugelfl }\!\!\ddot{\mathrm{a}}\!\!\text{ chenfunktionen}}\frac{\chi \left( r \right)}{x}</math> | ||
* Radialgleichung für | * Radialgleichung für {{FB|Radialwellenfunktionen}}<math>\chi \left( r \right)</math> | ||
* Vergleich mit H-Atom. Schrödingergleichung <font color="#FFFF00">'''''(AUFGABE)''''' </font>liefert | * Vergleich mit H-Atom. Schrödingergleichung <font color="#FFFF00">'''''(AUFGABE)''''' </font>liefert | ||
{{NumBlk|:| <math>E=\pm {{m}_{0}}\left( 1-\frac{{{Z}^{2}}{{\alpha }^{2}}}{2{{n}^{2}}}+\frac{{{Z}^{2}}{{\alpha }^{4}}}{{{n}^{4}}}\left[ \frac{3}{8}-\frac{n}{2l+1} \right]+O\left( {{z}^{6}}{{\alpha }^{6}} \right) \right)</math> | {{NumBlk|:| <math>E=\pm {{m}_{0}}\left( 1-\frac{{{Z}^{2}}{{\alpha }^{2}}}{2{{n}^{2}}}+\frac{{{Z}^{2}}{{\alpha }^{4}}}{{{n}^{4}}}\left[ \frac{3}{8}-\frac{n}{2l+1} \right]+O\left( {{z}^{6}}{{\alpha }^{6}} \right) \right)</math> | ||
Version vom 5. September 2010, 13:58 Uhr
| Kein GFDL | Der Artikel Klein Gordon im (Vektor)Potential, Eichinvarianz basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Moritz Schubotz des 1.Kapitels (Abschnitt 3) der Quantenmechanikvorlesung von Prof. Dr. T. Brandes. |
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Klein Gordon im (Vektor)Potential, Eichinvarianz
Die klassische relativistische Dispersionsrelation für freie Teilchen der Masse m ohne äußeres Potential lautet:
- Potential ϕ, Vektorpotential A beschreiben das elektromagnetische Feld der Maxwell-Gleichungen. Wie ädert sich damit (1.15)? Erinnerung:
- E und B ändern sich nicht bei Eichtransformation
mit einer beliebigen skalaren Funktion
- Klassische Mechanik: E und B in Hamiltonfunktion eines Teilchens mit Masse m, Ladung e „einbauen“ durch
- aus den Hamilton-Gleichungen folgt (AUFGABE)
- d.h. die Newton‘schen Bewegungsgleichungen mit der Lorentzkraft sind ‚manifest invariant‘, da nur E und B in ihr auftreten, d.h. die Bahn im Phasenraum nicht von vgl. (1.17) abhängt.
- Quantenmechanik
- Schrödingergleichung durch Korrespondenzprinzip
- (durch Vergleich mit (1.18))
- Schrödingergleichung + Prinzip der lokalen Eichinvarianz (fundamentaler und wesentlich für die QED und QCD etc.)
- Erwartungswerte sind invariant unter globalen Eichtransformationen
- Schritt 3: (Prinzip der lokalen Eichinvarianz) ändere die Schrödingergleichung so, dass lokale Eichtransformationen
nichts an der Phase ändern, dass heißt mit Ψ ist auch eine Lösung der Schrödingergleichung und ergibt dieselben Eigenwerte.
Lösung
Lösung: In (1.20) machen und in
Probleme, da z.B.
was man bräuchte, um die Phase in (1.20) zu eliminieren.
Idee: ersetze Ableitung durch „kovariante Ableitung“ D[1], so dass
Mit dem Ansatz und ebenso für die Zeitableitung folgt dann
Die lokale Eichtransformation bewirkt also
Nun liefert der Vergleich mit (1.17)
in der Schrödingergleichung steht also statt nun und statt nun mit als Eichfelder.
Diskussion
- Die „Vorschrift“ heißt minimale Kopplung
- Durch das Prinzip der lokalen Eichinvarianz haben wir die Potentiale ϕ und A sowie die Kopplungskonstante e quasi „hergeleitet“.
- Jetzt Klein-Gordon-GleichungKlein-Gordon-Gleichung:elektrisches Feld mit ϕ, A: Wieder eichinvariante Ableitungen wie bei Schrödingergleichung
Anwendung: Klein Gordon Gleichung für Coulomb-Potential: . Ähnlich wie bei derSchrödingergleichung für das Wasserstoffproblem haben wir
Lösen durch Separationsansatz
- Radialgleichung für Radialwellenfunktionen
- Vergleich mit H-Atom. Schrödingergleichung (AUFGABE) liefert
hier gibt es positive und negative Lösungen
Der 3. Termin in (1.28) ist die relativistische Korrektur zur kinetischen Energie. Spin wird durch Klein-Gordon-Gleichung nicht beschrieben deshalb ist (1.28) nicht geeignet für Feinstruktur des H-Atoms
Klein Gordon Gleichung beschreibt Spin -0 – Teilchen z.B. π-Mesonen.
Spin ½ → Dirac Gleichung
- ↑ für Wellenfunktion ohne extra Phase ,für Wellenfunktion mit extra Phase