Magnetische Multipole

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(stationär)

Ausgangspunkt ist

A¯(r¯)=μ04πR3d3r ´j¯(r¯ ´)|r¯r¯ ´|

(mit der Coulomb- Eichung A¯(r¯)=0)


mit den Randbedingungen

A¯(r¯)0 für r→ unendlich

Taylorentwicklung nach

1|r¯r¯ ´|

von analog zum elektrischen Fall:

Die Stromverteilung j¯(r¯ ´) sei stationär für r>>r ´

1|r¯r¯ ´|=1r+1r3(r¯r¯ ´)+...
A¯(r¯)=μ04πrR3d3r ´j¯(r¯ ´)+μ04πr3R3d3r ´j¯(r¯ ´)(r¯r¯ ´)+...

Monopol- Term

Mit

r ´[xk ´j¯(r¯ ´)]=xk ´(r ´j¯(r¯ ´))+j¯(r¯ ´)(r ´xk ´)

Im stationären Fall folgt aus der Kontinuitätsgleichung:

r ´j¯(r¯ ´)=0
r ´[xk ´j¯(r¯ ´)]=j¯(r¯ ´)(r ´xk ´)=jlδkl=jk

Mit r ´[xk ´j¯(r¯ ´)]=jk folgt dann:

d3r ´jk(r¯ ´)=d3r ´r ´[xk ´j¯(r¯ ´)]=Sdf¯[xk ´j¯(r¯ ´)]=0

Somit verschwindet der Monopolterm in der Theorie.

Dipol- Term

mit [r¯ ´×j¯(r¯ ´)]×r¯=(r¯r¯ ´)j¯(r¯j¯)r¯ ´=2(r¯r¯ ´)j¯[(r¯r¯ ´)j¯+(r¯j¯)r¯ ´] und mit

r ´[xk ´(r¯r¯ ´)j¯]=[(r¯r¯ ´)jk+xk ´(r¯j¯)+xk ´(r¯r¯ ´)r ´j¯]r ´j¯=0r ´[xk ´(r¯r¯ ´)j¯]=[(r¯r¯ ´)jk+xk ´(r¯j¯)]

Folgt:

R3d3r ´r ´[xk ´(r¯r¯ ´)j¯]=R3d3r ´[(r¯r¯ ´)jk+xk ´(r¯j¯)]=0

Da

R3d3r ´r ´[xk ´(r¯r¯ ´)j¯]=Sdf¯[xk ´(r¯r¯ ´)j¯]=0

weil der Strom verschwindet! Somit gibt der Term

[(r¯r¯ ´)j¯+(r¯j¯)r¯ ´]

keinen Beitrag zum

μ04πr3R3d3r ´j¯(r¯ ´)(r¯r¯ ´)

Also:

A¯(r¯)=μ04πr312R3d3r ´(r¯ ´×j¯(r¯ ´))×r¯

Als Dipolpotenzial!!

A¯(r¯):=μ04πr3m¯×r¯m¯=12R3d3r ´(r¯ ´×j¯(r¯ ´))

das magnetische Dipolmoment!

Analog zu

Φ(r¯):=14πε0r3p¯r¯p¯:=R3d3r ´r¯ ´ρ(r¯ ´)

dem elektrischen Dipolmoment

Die magnetische Induktion des Dipolmomentes ergibt sich als:

B¯(r¯):=×μ04πr3m¯×r¯=μ04πr5[3(m¯r¯)r¯r2m¯]

Wegen:

×(a¯×b¯)=(b¯)a¯(a¯)b¯+a¯(b¯)b¯(a¯) mit a¯=m¯r3b¯=r¯diva¯=3m¯r¯r5divb¯=3(b¯)a¯=3m¯r2r5(a¯)b¯=m¯r3

Analog ergab sich als elektrisches Dipolfeld:

E¯(r¯):=14πε0r5[3(p¯r¯)r2p¯]
Beispiel: Ebene Leiterschleife L:


df¯ ´=12r¯ ´×ds¯ ´d3r¯ ´j(r¯ ´)=ds¯ ´I

Mit I = Strom durch den Leiter

m¯=12Ld3r ´(r¯ ´×j¯(r¯ ´))=I2Lr¯ ´×ds¯ ´=IFdf¯ ´=IFn¯

Dabei ist

n¯

die Normale auf der von L eingeschlossenen Fläche F

Also: Ein Ringstrom bedingt ein magnetisches Dipolmoment m¯


analog: 2 Punktladungen bedingen ein elektrisches Dipolmoment

p¯=qa¯,
welches von der positiven zur negativen Ladung zeigt.


Bewegte Ladungen

N Teilchen mit den Massen mi und den Ladungen qi bewegen sich.

Dabei sei die spezifische Ladung qimi=qm konstant:

ρ(r¯)=iqiδ(r¯r¯i)j¯(r¯)=iqiv¯iδ(r¯r¯i)v¯i=dr¯idt

Das magnetische Dipolmoment beträgt:

m¯=12Ld3r ´(r¯ ´×j¯(r¯ ´))=12iqid3r ´r¯ ´×v¯iδ(r¯ ´r¯i)=12iqir¯i×v¯i=12iqimimir¯i×v¯iqimi=qmm¯=q2mL¯

Mit dem Bahndrehimpuls L¯:

m¯=q2mL¯

gilt aber auch für starre Körper!

  • Allgemeines Gesetz!

Jedoch gilt dies nicht für den Spin eines Elektrons!!!

m¯=ge2mS¯g2

Somit ist der Spin nicht vollständig durch die Vorstellung von einer rotierenden Ladungsverteilung zu verstehen!

Kraft auf eine Stromverteilung

j¯(r¯ ´)=ρi(r¯ ´)v¯(r¯ ´)

im Feld einer externen magnetischen Induktion B¯(r¯ ´):

Spürt die Lorentzkraft

F¯=d3r ´j¯(r¯ ´)×B¯(r¯ ´)

Talyorentwicklung liefert:

B¯(r¯ ´)=B¯(r¯)+[(r¯ ´r¯)]B¯(r¯)+....F¯=[d3r ´j¯(r¯ ´)]×B¯(r¯ ´)+d3r ´j¯(r¯ ´)×[(r¯ ´r¯)]B¯(r¯)+...

im stationären Fall gilt wieder:

[d3r ´j¯(r¯ ´)]=0 (keine Monopole)

Also:

F¯=d3r ´j¯(r¯ ´)×[(r¯ ´)r]B¯(r¯)d3r ´j¯(r¯ ´)×[(r¯)r]B¯(r¯)d3r ´j¯(r¯ ´)×[(r¯)r]B¯(r¯)=0,dad3r ´j¯(r¯ ´)=0F¯=d3r ´j¯(r¯ ´)×[(r¯ ´)r]B¯(r¯)[(r¯ ´)r]B¯(r¯)=r[(r¯ ´)B¯(r¯)]r¯ ´×[r×B¯(r¯)]

Man fordert:

[r×B¯(r¯)]=0

(Das externe Feld soll keine Stromwirbel im Bereich von j¯(r¯ ´) haben:

F¯=d3r ´j¯(r¯ ´)×r[(r¯ ´)B¯(r¯)]j¯(r¯ ´)×r[(r¯ ´)B¯(r¯)]=r×[((r¯ ´)B¯(r¯))j¯(r¯ ´)]+[(r¯ ´)B¯(r¯)]r×j¯(r¯ ´)r×j¯(r¯ ´)=0F¯=d3r ´r×[((r¯ ´)B¯(r¯))j¯(r¯ ´)]=r×(m¯×B¯(r¯))F¯=r×(m¯×B¯(r¯))=(m¯r)B¯(r¯)=r(m¯B¯(r¯))

(Vergl. S. 34)