Stationäre Ströme und Magnetfeld
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| Der Artikel Stationäre Ströme und Magnetfeld basiert auf der Vorlesungsmitschrift von Franz- Josef Schmitt des 2.Kapitels (Abschnitt 0) der Elektrodynamikvorlesung von Prof. Dr. E. Schöll, PhD. |
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Kontinuitätsgleichung
Bewegte Ladungen entsprechen elektrischem Strom I
Experimentelle Erfahrung: Die Ladung bleibt erhalten:
Damit folgt ein globaler Erhaltungssatz:
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Also gerade die Ladung, die durch
pro zeit aus V herausströmt
| Als eine lokale Größe findet man die elektrische Stromdichte:
|
(Gauß!) für alle Volumina V (einfach zusammenhängend)
Somit folgt die Kontinuitätsgleichung als lokaler Erhaltungssatz:
|
Speziell bei stationären Ladungsverteilungen gilt die Divergenzfreiheit des Stroms:
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gelten. Der Strom muss räumlich lediglich stationär sein!Magnetische Induktion
Experimentelle Erfahrung
Es existieren Wechselwirkungen zwischen den Ladungen: Eine Kraft wirkt auf Ladungen q, die sich mit v bewegen:
Die sogenannte Lorentz-Kraft!
ist die magnetische Induktion am Ort
, die erzeugt wird von den anderen Ladungen mit einer zugeordneten Stromdichte
.
Die Erzeugung dieser Magnetischen Induktion erfolgt gemäß des Ampereschen Gesetzes:
|
Dies läuft völlig analog zur Coulomb-Wechselwirkung in der Elektrostatik:
Die Einheiten im SI- System lauten:
Mit diesen Einheiten ist dann
festgelegt, wie die Dielektrizitätskonstante jedoch frei wählbar!!
Die magnetische Induktion beschreibt keine neue, von der Coulomb- Wechselwirkung unabhängige WW: Man betrachte dazu lediglich die Transformation auf das lokale Ruhesystem einer bewegten Ladung:
Im Gauß System:
Die Kraft zwischen 2 stromdurchflossenen Leitern:
Betrachten wir zwei infinit. dünne Leiter L, L´, die mit konstanten Strömen I und I´ durchflossen werden:
Der Strom durch L´:
Somit folgt das Biot-Savartsche Gesetz für unendlich lange Leiter L´:
Die magnetische Induktion ist gerade:
|
Die Kraft auf eine Ladung im Volumenelement d³r von L ist damit gerade:
Also:
Dies ist dann die gesamte Kraft von L´ auf L mit
(Der Leiter ist entweder geschlossen oder die Enden liegen im Unendlichen) folgt:
für parallele Ströme
folgt Anziehung
für antiparallele Ströme
dagegen Abstoßung
Man sieht außerdem das dritte Newtonsche Gesetz:
Somit:
Magnetostatische Feldgleichungen
Sie gelten auch in quasistaischer Näherung: Die zeitliche Änderung muss viel kleiner sein als die räumliche!!
Mit dem Vektorpotenzial
Welches nicht eindeutig ist, sondern beliebig gemäß
umgeeicht werden kann.(
beliebig möglich, da
)
Mit diesem Vektorpotenzial also kann man schreiben:
Beweis:
Folgende Aussagen sind äquivalent: Es existiert ein Vektorpotenzial mit
Beweis:
es gibt keine Quellen der magnetischen Induktion (es existieren keine "magnetischen Ladungen".
Aber: Magnetische Monopole wurden 1936 von Dirac postuliert, um die Quantelung der Ladung zu erklären. (aus der quantenmechanischen Quantisierung des Drehimpulses!) Dies wurde durch die vereinheitlichte Feldtheori4e wieder aufgenommen! Es wurden extrem schwere magnetische Monopole postuliert, die beim Urknall in den ersten 10 − 35s erzeugt worden sein sollen.
Sehr umstritten ist ein angeblicher experimenteller Nachweis von 1982 (Spektrum der Wissenschaft, Juni 1982, S. 78 ff.)
Der Zusammenhang zwischen
und
:
Wobei die verwendete Kontinuitätsgleichung natürlich nur für statische Ladungsverteilungen gilt!
Im Allgemeinen Fall gilt dagegen:
Mit dem Gaußschen Satz. Wenn das Potenzial jedoch ins unendliche hinreichend rasch abfällt, so gilt:
Also:
Also:
Auf der anderen Seite ergibt sich ganz einfach
wegen
Also:
Für stationäre Ströme, die gerade bei stationären Ladungsverteilungen vorliegen, folgt:
Dies ist die differenzielle Form des Ampereschen Gesetzes.
Die Ströme sind die Wirbel der magnetischen Induktion!!
Integration über eine Fläche F mit Rand
liefert die Intgralform:
Mit dem Satz von Stokes Das sogenannte Durchflutungsgesetz!
Zusammenfassung
Magnetostatik
(quellenfreiheit)
Gilt jedoch nur im Falle der Coulomb-Eichung:
Dies geschieht durch die Umeichung
Elektrostatik
(Wirbelfreiheit)
differenzielle Form / integrale Form
(stationär)
Ausgangspunkt ist
(mit der Coulomb- Eichung
)
mit den Randbedingungen
für r→ unendlich
Taylorentwicklung nach
von analog zum elektrischen Fall:
Die Stromverteilung
sei stationär für
Monopol- Term
Mit
Im stationären Fall folgt aus der Kontinuitätsgleichung:
Mit
folgt dann:
Somit verschwindet der Monopolterm in der Theorie.
Dipol- Term
mit
und mit
Folgt:
Da
weil der Strom verschwindet! Somit gibt der Term
keinen Beitrag zum
Also:
Als Dipolpotenzial!!
das magnetische Dipolmoment!
Analog zu
dem elektrischen Dipolmoment
Die magnetische Induktion des Dipolmomentes ergibt sich als:
Wegen:
mit
Analog ergab sich als elektrisches Dipolfeld:
| Beispiel: Ebene Leiterschleife L:
Mit I = Strom durch den Leiter Dabei ist die Normale auf der von L eingeschlossenen Fläche F Also: Ein Ringstrom bedingt ein magnetisches Dipolmoment |
analog: 2 Punktladungen bedingen ein elektrisches Dipolmoment
,
welches von der positiven zur negativen Ladung zeigt.
Bewegte Ladungen
N Teilchen mit den Massen mi und den Ladungen qi bewegen sich.
Dabei sei die spezifische Ladung
konstant:
Das magnetische Dipolmoment beträgt:
Mit dem Bahndrehimpuls
:
gilt aber auch für starre Körper!
- Allgemeines Gesetz!
Jedoch gilt dies nicht für den Spin eines Elektrons!!!
Somit ist der Spin nicht vollständig durch die Vorstellung von einer rotierenden Ladungsverteilung zu verstehen!
Kraft auf eine Stromverteilung
im Feld einer externen magnetischen Induktion
:
Spürt die Lorentzkraft
Talyorentwicklung liefert:
im stationären Fall gilt wieder:
(keine Monopole)
Also:
Man fordert:
(Das externe Feld soll keine Stromwirbel im Bereich von
haben:
(Vergl. S. 34)
(
